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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2019
Sind wir noch zu retten?
Was in der Klimakrise hoffen lässt
Der Inhalt:

Buch des Monats: Heilung im Sakralen

von Norbert Copray vom 21.10.2019
Wirksame therapeutische Prozesse brauchen einen Transzendenzbezug
Kein Gegensatz: Therapie und Transzendenz (Fotos: Kösel; photocase)
Kein Gegensatz: Therapie und Transzendenz (Fotos: Kösel; photocase)

Johannes B. Schmidt
Das Transzendente in der Psychotherapie
Über Spiritualität und Präsenz im therapeutischen Wirken. Kösel. 286 Seiten. 28 €

Psychotherapie hat oft ein Transzendenzdefizit. Wer länger oder ab der Lebensmitte therapeutisch aktiv ist, merkt das. Klienten wie Psychotherapeuten. Mit seinem neuen Buch »Das Transzendente in der Psychotherapie« beschreibt der Diplompsychologe und Psychotherapeut Johannes B. Schmidt kritisch den Mangel an Spiritualität und Transzendenz in der Psychotherapie. Er begründet und vertieft, was »Spiritualität und Präsenz im therapeutischen Wirken« bedeuten kann und warum sie notwendig sind. Dabei wurzelt seine Sichtweise und Erfahrung unter anderem in den Ansätzen von Karlfried Graf Dürckheim, Martin Buber, Fritz Simon, Carl G. Jung, der Kabbala (jüdische Mystik) und Eugen Drewermann, der das Buch mit einem Geleitwort empfiehlt: »Selbst wer den Konzepten der Transzendentalen Psychologie und der transzendentalen Meditation nicht so unbefangen gegenübersteht wie der Autor, wird dankbar sein für diese wichtige, ja in gewissem Sinne alles verändernde Erinnerung.«

Schmidt will die Subjekt-Objekt-, die Ich-Es-Beziehung in der Psychotherapie überwunden wissen, denn sie folgt einem naturwissenschaftlichen Denken des Trennens zum Zweck des Messens und der Kontrolle. Der Psychotherapie beraubt, verhindert die Transzendenzvergessenheit die wirkliche Begegnung zweier Menschen mit wechselseitiger »Teilhabe an der inneren Landkarte des anderen« und die »Stärkung der Beziehungs- und Gemeinschaftsfähigkeit«. Anerkannt ist, dass es auf die therapeutische Methode weniger ankommt als auf die Beziehungsqualität und die »Person des Therapeut

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