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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2019
Sind wir noch zu retten?
Was in der Klimakrise hoffen lässt
Der Inhalt:

Antisemitismus an der Uni Zürich

vom 25.10.2019

Die Universität Zürich – diese als Hort der Freiheit und der Lehre gepriesene Institution – war in den 1930er-Jahren auch von Antisemitismus durchdrungen. Zu diesem Schluss kommt Silvia Bolliger, die langjährige Chefin des Archivs der Universität Zürich, deren Dissertation zum Thema jüngst als Buch erschienen ist. Der Titel lautet: »Im Zeichen der Nationalisierung«. Die Forscherin weist nach, dass »die politischen und gesellschaftlichen Strömungen nicht vor den Toren der Universität Halt machten«. Bolliger schreibt: »So ist es naheliegend, dass auch antisemitische Prägungen bei den Professoren und der Studentenschaft sehr wohl zu finden waren. In der Schweiz war das nicht anders.« Die Untersuchung beginnt in den 1910er-Jahren. Damals waren die meisten ausländischen Studierenden Juden aus den USA, dem Baltikum und Deutschland. Denn dort waren sie aufgrund von »Judenquoten« am Studium gehindert. Doch mit der Zeit wurde aus der Uni Zürich eine veritable Kaderschmiede der Rechten. Vom Antisemitismus habe sich die Studentenschaft damals nie distanziert, so Bolliger.

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