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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 

Der Vorstand stellt sich vor

Die Mitglieder des Vorstands der Leserinitiative Publik-Forum e. V. wurden bei der Mitgliederversammlungen am 28. Juni 2014 gewählt. Sie leiten den Verein und werden dabei von der Assistentin der LIP unterstützt.
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Agnes Frei: »Publik-Forum ist für mich eine Möglichkeit, mich mit christlichen Themen, Wissen und Informationen auseinander zu setzen und mich zugleich als Christ zugehörig zu fühlen. Dies erlebe ich vor allem bei unseren Lesertreffen in Ravensburg« (Foto: privat)
Agnes Frei: »Publik-Forum ist für mich eine Möglichkeit, mich mit christlichen Themen, Wissen und Informationen auseinander zu setzen und mich zugleich als Christ zugehörig zu fühlen. Dies erlebe ich vor allem bei unseren Lesertreffen in Ravensburg« (Foto: privat)
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Vorsitzende: Agnes Frei

Auf die Frage, was mir Publik-Forum bedeutet, lässt sich die Antwort in folgende drei Bereiche aufteilen:

Publik-Forum ist für mich eine Möglichkeit, mich mit christlichen Themen, Wissen und Informationen auseinander zu setzen und mich zugleich als Christ zugehörig zu fühlen. Dies erlebe ich vor allem bei unseren Lesertreffen in Ravensburg.

Publik-Forum ist für mich geistige Nahrung. 14-täglich werde ich informiert über Themen, die die Grenzen meiner Tageszeitung sprengen und mich daran erinnern, was bewegt und bewegt sein will. Hilfreich und unverzichtbar war dies für mich besonders als Gemeinderätin.

Publik-Forum ist für mich die Freude an der Machbarkeit. Der Machbarkeit in unserer modernen Medienlandschaft unabhängig, kritisch, christlich zu sein, ohne sich von der »Macht« verführen zu lassen.

Ich, Agnes Frei, geboren 1962, aufgewachsen mit neun Geschwistern im katholisch, konservativen Oberschwaben engagierte mich schon früh beim BDKJ als Jugendleiterin in unserer Kirchengemeinde. Später als Gründerin der Mutter-Kind-Gruppe, Elternbeirätin in Kindergarten und Schule, sowie 10 Jahre als Gemeinderätin.

Beruflich schlug ich treu nach meinen Wurzeln zuerst den Weg der Hauswirtschaft ein, wurde Hauswirtschaftsmeisterin und studierte an der FH Sigmaringen Haushalts- und Ernährungstechnik. Nach meiner Heirat 1987 und der Geburt meiner beiden Töchter 1988 und 1991 begann ich meine Flügel zu gestalten. Es folgten Ausbildungen zur Rhetoriktrainerin bei der Stefanus-Gemeinschaft, Theaterspielleiterin, Coach und psychologischer Beraterin. Seit 1995 arbeite ich selbstständig als Kommunikationstrainerin und Coach im sozialen Bereich.

Publik-Forum lernte ich vor ca. 18 Jahren kennen und schätzen. Nachhaltig und verantwortlich, mehr verbindend als trennend zu agieren, darin sehe ich meine Aufgabe im Vorstand der LIP.

Dr. Magdalene Bußmann

Ich wurde 1946 als zweites von sieben Kindern einer katholischen Bauernfamilie im Münsterland geboren. Ich studierte Theologie, Geschichte und Soziologie zu Hoch-Zeiten der StudentInnenbewegung, und insbesondere die von J. B. Metz artikulierte »Neue Politische Theologie« prägte meinen eher in Zickzacklinien verlaufenen Weg als Theologin.

Ich arbeitete als Kirchengeschichtlerin an verschiedenen Hochschulen, hatte aber zunehmend Probleme, eine kirchliche Lehrerlaubnis zu bekommen bzw. zu behalten. Offensichtlich war ich den Kirchenoberen auf Grund meines Engagements in kirchenreformerischen Gruppen, wie der »Initiative Kirche von unten«, dem Bensberger Kreis und der KirchenVolksBewegung »Wir sind Kirche«, sowie meines Einsatzes für feministische Themen auch in Theologie und Kirche nicht akzeptabel. Ich arbeitete daher in einer Psychiatrie (ohne entsprechende Ausbildung für alle Betroffenen natürlich eine Tortur), in einem Verlag, auf einer ABM-Stelle an der Universität Essen.

Ich bin seit 1996 im Vorstand der Leserinitiative, von 2002 bis 2005 habe ich als Referentin für die LIP gearbeitet. Für mich ist es wichtig, dass Publik-Forum Menschen Perspektiven und Visionen einer menschenfreundlichen Kirche und Theologie, einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, einer friedlichen und humanen Welt aufzeigen kann. Die LIP versucht nach Kräften, dieses »Programm« zu unterstützen und zu stärken. Seit 1996 bin ich verheiratet.

Dr. Richard Hussl

Zu Publik-Forum bin während meines Studiums durch einen sehr netten Studienkollegen gekommen. Es war ein kolumbianischer Priester, der in Innsbruck ein politikwissenschaftliches Zusatzstudium (Doktorat!) absolvierte.

Mit Stolz darf ich diesbezüglich erwähnen, dass ich bereits seit Dezember 1978 Abonnent (und begeisterter Leser) von Publik-Forum bin. Mitglied der LIP wurde ich vor rund 15 Jahren durch eine entsprechende Einladung von Publik-Forum.

Ich wurde 1950 in Hall in Tirol geboren und studierte in Innsbruck Volkswirtschaft, Wirtschaftspädagogik und Politikwissenschaft. Nach meinem ersten Studium war ich ein halbes Jahr in sechs lateinamerikanischen Ländern unterwegs und lernte dort eine Menge sozialer Initiativen und Menschenrechtsgruppen (so etwa die Aktivisten um den späteren Nobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel in Argentinien) kennen. Es war dort die Zeit des Widerstandes gegen die Militärdiktaturen und im kirchlichen Bereich waren es gerade die ersten Jahre der Theologie der Befreiung. Diese Monate prägten mich nachhaltig.

Zu meinem kirchlichen Engagement: Parallel zum Studium war ich Diözesansekretär der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ); in der Folge Aktivist bei verschiedenen sozialkatholischen Initiativen und Aktionen. Nunmehr – in der Pension – bin ich auch wieder zu meinen alten Wurzeln zurückgekehrt. So bin ich nunmehr als »Politischer Referent« im Generalsekretariat von Pax Christi Österreich in Innsbruck ehrenamtlich tätig. Zwischendurch habe ich mich längere Zeit aus dem kirchlichen Engagement ziemlich ausgeklinkt, was mir persönlich auch relativ gut getan hat. In dieser Zeit war ich über neun Jahre hinweg einer der Architekten und Hautpakteure des Bürgerwiderstandes gegen die ökologischen und gesundheitlichen Folgen des Transitschwerverkehrs über die Alpen. Damit verknüpft habe ich mich auch theoretisch mit den Möglichkeiten und Grenzen einer »Politik von unten« sehr beschäftigt. So durfte ich beispielsweise im Zuge dessen auch mit dem Erwachsenenbildner (und langjährigen LIP-Vorsitzenden) Jochen Töller vor rund 20 Jahren zwei größere, grenzüberschreitende Tagungen zum Alpentransitverkehr organisieren bzw. abwickeln. Neun katholische und evangelische Erwachsenenbildungseinrichtungen aus Bayern, Nord- und Südtirol waren daran beteiligt.

Beruflich war ich als Bundeslehrer auf mehreren Schienen tätig. Ich unterrichtete Volkswirtschaft an einer Handelsakademie und auch Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck mit den Hauptschwerpunkten »Globalisierung, Arbeitswelt und Politik« und »Politische Bildung«. Zudem war ich auch rund 30 Jahre umfangreich, österreichweit im Lehrer/innenfortbildungsbereich tätig. Seit 2004 organisiere/betreue ich im Rahmen eines Universitätslehrganges Studienreisen zur Politischen Bildung in die »neuen Demokratien Europas«. Dadurch war ich in den letzten 10 Jahren projektbedingt sehr viel zwischen Estland und Albanien, dem Kosovo, Serbien und der Ukraine (und weiteren Ländern) unterwegs und konnte dadurch äußerst wertvolle interkulturelle Erfahrungen sammeln.

Im deutschsprachigen Raum ist Publik-Forum für mich eine äußerst wichtige Zeitschrift für gesellschaftspolitisch aktive Christen und Christinnen. Deshalb ist für mich die Leserinitiative Publik-Forum eine äußerst unterstützenswerte Sache. Dafür kann ich auch eine Menge Erfahrungen in Vereinsangelegenheiten, vor allem im Bereich des Finanzmanagements von Vereinen, einbringen. Damit möchte ich meinen Beitrag zur Fortentwicklung von Publik-Forum leisten.

Klaus Metsch

»…engagiert, observiert, limitiert…« so steht es als Titelzeile über dem Kapitel, das mehr als 40 Jahre meines Lebens beschreibt – es befindet sich in einem Sammelband, den Hans Küng dem Wirken der zum Schweigen gebrachten Kirche Osteuropas widmet. Die Titelzeile stammt nicht von mir- aber ich gebe gern zu, dass sie mich wohl ein gut Stück weit charakterisiert.

1942 im Berlin des Zweiten Weltkriegs geboren, wuchs ich in der Trümmer-Nachkriegsstadt auf: Grundschulzeit, frühes kirchliches Engagement als Ministrant bei den Pankower Franziskanern, Pfarrjugendarbeit, Jugendleiter und St.-Georgs-Pfadfinder, handwerkliche Lehre als Polsterer und Dekorateur – und ab 1959 wieder Schule: Diesmal ein kirchliches Gymnasium, das Norbertinum 1959 in Magdeburg (ich wollte Priester werden und das im Orden der Dominikaner) für das Studium aber musste ich 1964 erst einmal das Abitur nachholen. Darauf folgten der Eintritt in den Dominikanerorden in Leipzig und der Beginn des theologischen Studiums in Erfurt – so wie es bei den ersten Gefährten des heiligen Dominikus einst gewesen war: Noviziat, Studium und erste »apostolische« Versuche waren eins!

Daraus entwickelte sich ein wohl schon heute absehbar »lebenslanges« Engagement für die zunächst von den Kommunisten Osteuropas in den Untergrund gedrängte Kirche, die nach der politischen Wende vom Vatikan zum Schweigen gebracht wurde! Ich war zwanzig Jahre als Ordensmann, als geheim geweihter, verheirateter Priester (byzantinischer und lateinischer Ritus), ja auch als Familienvater in der »Untergrundseelsorge« tätig – fast 100 Seiten, die mir von der Stasi-Unterlagenbehörde vorliegen, beweisen u.a., dass es auch mit der Observierung klappte!

Nach der Wende kam auch für mich die Abrechnung seitens der Oberkirche für dieses Engagement – und die war sehr teuer: Ausgrenzung auf der ganzen Linie, ja Diskriminierung. Irgendwann kam schließlich eine »Alibi-Anerkennung« mit Hilfe des ostkirchlich-unierten Ritus. Das Verbot jeglicher pastoraler Tätigkeit in meinem Wohnort, zu deutsch, in ganz Sachsen, besteht allerdings mit wohlwollender Billigung durch Bischof Reinelt auf Befehl des Ratzinger-Papstes bis heute!

Die Limitierung meines Engagements konnte ich seit der Wende durch die Leserinitiative Publik e. V. und die Mitarbeit in ihrem Vorstand durchbrechen: Dort versuchte ich bei aller Bescheidenheit die Stimme aus dem Osten zu sein, durch Propagierung meiner Anliegen aus Osteuropa. Die LIP nahm das auf und hat in den vergangenen mehr als zwei Jahrzehnten auch tatkräftige praktische Hilfe geleistet! Aber auch das kritische Engagement der LIP und Publik-Forum ist mir ein wichtiges Anliegen – hier sehe ich noch ein weites Feld der Betätigung besonders im Osten unseres Landes.

Dr. Wolfgang Schneider

Seit der ersten Ausgabe von Publik-Forum am 28. Januar 1972 ist jeder zweite Freitag ein besonderer, ein aufregender Tag. Ich erwarte mit Spannung die Briefpost! In den Ferien lasse ich mir Publik-Forum an meinen Urlaubsort nachsenden und genieße die Lektüre.

Im ersten Lebensjahrzehnt von Publik-Forum habe ich viele Menschen für ein Abo gewinnen können, bisweilen wirkte ich dabei recht aufdringlich. Heute, nach 40 Jahren, freue ich mich immer noch, wenn ich im Briefkasten die neueste Ausgabe von Publik-Forum vorfinde und bin dabei glücklich, dass es diese Zeitschrift gibt.

1946 wurde ich in Mannheim geboren, war bis zu meinem Abitur in einer katholischen Pfarrgemeinde beheimatet und habe ab 1966 in Freiburg Geschichte und katholische Theologie studiert mit dem Ziel, Lehrer an einer weiterführenden Schule zu werden.

Angetan und fasziniert war ich von der Idee einer vom Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägten modernen katholischen Wochenzeitung, in der Glaube und Politik journalistisch professionell und offen kommuniziert werden. Nach dem Scheitern von Publik gründete ich mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau Regina in Freiburg eine regionale Leserinitiative und habe in den kommenden Jahrzehnten – ab 1977 von Xanten am Niederrhein aus – beim Auf- und Ausbau des Trägervereins Leserinitiative Publik, dann im Vorstand und später als Rechnungsprüfer mitgearbeitet.

Meine Familie mit vier Söhnen, jetzt zwischen 28 und 38 Jahren, in Moskau, Karlsruhe, Trier und Mainz zu Hause und per Skype und Mobiltelefon verbunden, bildet immer noch die Keimzelle für weitere Aktivitäten, die punktuell oder dauerhaft mich beschäftigten und prägen:

Das sind die Mitgliedschaft bei Pax Christi, das Taizé-Gebet, die Förderung der Begegnung junger Menschen mit durch das NS-Regime Verfolgten, die Implementierung eines Weltladens, die Begleitung von Asylsuchenden, die Zusammenarbeit mit Misereor und Adveniat, sodass Gäste aus der Einen Welt in unseren Schulen ihre Arbeitsfelder vorstellen, das Schicksal der Menschen im »Heiligen Land«, geprägt auch durch eine Doktorarbeit über Aktivitäten von Jerusalempilgern im Spätmittelalter, die Verlegung von Stolpersteinen und seit geraumer Zeit die Förderung von zwei Städtepartnerschaften meiner Stadt Xanten mit einer Stadt in Palästina (Beit Sahour) und Israel (in der Entwicklung).

All dies lässt mich dankbar sein und mit Freuden nach vorne blicken, zumal ich seit einem Jahr im Ruhestand bin. Die Idee einer christlich geprägten Zeitung »von unten« hat mich nicht mehr losgelassen. Für mich ist Publik-Forum Tankstelle, Medium gegen die religiöse und politische Vereinsamung, Plattform einer jesuanischen Kirche und eines solidarischen Humanismus, eine Stimme, die Mut macht als Christ handlungsfähig zu bleiben, bis zum heutigen Tag.

Ich möchte mich weiterhin in Gesellschaft und Kirche engagieren und meinen Beitrag auch zur Fortentwicklung von Publik-Forum leisten mit der Unterstützung meiner Frau und anderer Weggefährten.

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