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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2019
Sind wir noch zu retten?
Was in der Klimakrise hoffen lässt
Der Inhalt:

Stichwort: »Was heißt hier ›wir‹?«

von Norbert Copray vom 25.10.2019
Gegen Ausgrenzung und für eine plurale, bunte Gesellschaft

Dirk Neubauer
Das Problem sind wir
Ein Bürgermeister in Sachsen kämpft für die Demokratie. DVA. 232 Seiten. 18 €

Heinrich Detering
Was heißt hier »wir«?
Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten. Reclam 19619. 60 Seiten. 6 €

Michael Wildt
Die Ambivalenz des Volkes
Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte. Suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2280. 422 Seiten. 24 €

Jan Plamper
Das neue Wir
Warum Migration dazugehört. Eine andere deutsche Geschichte der Deutschen.
S. Fischer. 390 Seiten. 20 €

Wolfgang Picken
WIR
Die Zivilgesellschaft von morgen. Gütersloher Verlagshaus. 220 Seiten. 18 €

Mark W. Moffett
Was uns zusammenhält
Eine Naturgeschichte der Gesellschaft. S. Fischer.
682 Seiten. 26 €

Vom »Wir« ist derzeit viel die Rede. Etliche vereinnahmen gleich das ganze Volk. Dieser Gefahr erliegt Dirk Neubauer nicht. Er ist Bürgermeister der Kleinstadt Augustusburg, die zwanzig Kilometer von Chemnitz entfernt liegt. Mit »Das Problem sind wir« meint er einerseits Denken und Verhalten der Menschen in Ostdeutschland, andererseits desgleichen bei allen Bürgern in Deutschland. Das vielstimmige Gemecker bei gleichzeitig niedriger Bereitschaft, sich frühzeitig für ein gutes Gemeinwesen für alle zu engagieren, geht ihm auf die Nerven. Es ist eine bequeme Flucht aus der Verantwortung, denn hinterher kritisieren ist einfach; zuvor mitdenken, -reden und -handeln ist vielen zu riskant. Da wird der Bürgermeister oft zur »letzten Meile der Politik«.

Neubauer berichtet, wie aktives Mitgestalten zunimmt, wie es gelingt, das Wir in Öffentlichkeit, Politik, Medien und Veränderungsprozessen zu entdecken und zu leben: »Demokratie ist keine Party, zu der man eingeladen wird.« Damit stemmt sich Neubauer gegen das, was einen Teil der Wähler motiviert hat, die AfD zu unterstützen.

Gleichwohl: Wer AfD wählt, kann wissen, dass es eine rechte bis rechtsextreme Partei ist, die die Demokratie begraben will. Das weist der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering exzellent pointiert nach, indem er die »Rhetorik der parlamentari

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