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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2021
In der Identitätsfalle
Der neue Kampf für ein Klima der Freiheit
Der Inhalt:

Abschiebung
»Das ist ein Martyrium«

von Rüdiger Bäßler vom 10.03.2021
Die Eltern von Emrach Gash (27) wurden in den Kosovo abgeschoben – nach 28 Jahren in Deutschland und mitten in der Pandemie. Der Sohn ist verzweifelt. Die kranken Eltern haben in der früheren Heimat keine Familienangehörigen mehr, der Kosovo ist Corona-Hochrisikogebiet. Der Sohn berichtet.
Ist verzweifelt: Emrach Gash fürchtet um die Gesundheit seiner Eltern, die seit der Abschiebung in den Kosovo im Oktober in einer elenden Wohnung in Pristina leben, mitten im Corona-Hochrisikogebiet.(Foto: Bäßler)
Ist verzweifelt: Emrach Gash fürchtet um die Gesundheit seiner Eltern, die seit der Abschiebung in den Kosovo im Oktober in einer elenden Wohnung in Pristina leben, mitten im Corona-Hochrisikogebiet.(Foto: Bäßler)
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Die Polizisten sind am 12. Oktober gekommen, ungefähr um 6.30 Uhr morgens, zusammen mit dem Pflegedienst, der sonst immer klingelt. Es waren fünf oder sechs Beamte und eine Ärztin. Dass meine Eltern an diesem Tag in den Kosovo abgeschoben werden sollten, war nicht angekündigt worden. Sie mussten alles zurücklassen, meine Mutter durfte nur eine Handtasche mitnehmen. Erst wurden sie ins Polizeirevier Riedlingen verfrachtet, von dort zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gebracht. Der Flieger, in den sie steigen mussten, ging nach Pristina im Kosovo. Um 17.20 Uhr waren sie dort. Niemand hat sie in Empfang genommen. Es gibt keinen Menschen aus unserer Familie, der im Kosovo lebt. Zu Fuß sind sie in die Stadt gegangen, mehr als zwanzig Kilometer weit, und haben die erste Nacht quasi im Freien verbracht. Das haben die Eltern mi

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