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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2021
In der Identitätsfalle
Der neue Kampf für ein Klima der Freiheit
Der Inhalt:

Nachgefragt
Hat der Feminismus blinde Flecken?

von Barbara Tambour vom 08.03.2021
Seit 100 Jahren wird der Internationale Frauentag am 8. März begangen. Die Schwarze Feministin Natasha Kelly zu den Errungenschaften der Frauenbewegungen, wie soziale Gerechtigkeit weiterzudenken ist und was weiße Feministinnen reflektieren sollten.
Eintreten für Frauenrechte: Was das heißt, ist für Schwarze und für weiße Frauen verschieden, weil sich ihre Erfahrungen und oft ihre sozioökonomische Situation fundamental unterscheiden. (Foto: istockphoto/PeopleImages)
Eintreten für Frauenrechte: Was das heißt, ist für Schwarze und für weiße Frauen verschieden, weil sich ihre Erfahrungen und oft ihre sozioökonomische Situation fundamental unterscheiden. (Foto: istockphoto/PeopleImages)
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Publik-Forum: Frau Kelly, was bedeutet Ihnen der Internationale Frauentag?

Natasha Kelly: Ich finde es super, dass er hier in Berlin jetzt ein Feiertag ist und an diesem Tag die Aufmerksamkeit auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit gerichtet wird. Allerdings ist für mich jeder Tag ein Tag des Kampfes gegen Sexismus und Rassismus.

Seit 1921 wird er am 8. März gefeiert. Was hat die Frauenbewegung seitdem erreicht?

Kelly: Einiges, angefangen beim Wahlrecht bis hin zur Frauenquote etwa in Unternehmensvorständen, wenn ich die Errungenschaften für weiße Frauen anschaue.

Nur für weiße Frauen? Hat die Frauenbewegung blinde Flecken?

Kommentare
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Antje Halbauer
15.03.202107:04
Natasha Kellys Forderungen sind längst überfällig. Nur leider vergisst sie, dass es die Gruppe der weißen Frauen so nicht gibt. Denn in Deutschland gibt es eine große Gruppe innerhalb der weißen Frauen, die nach wie vor nicht mitgedacht werden, obwohl sie ebenfalls ausgrenzende, diskriminierende Erfahrungen aufgrund ihres Geschlechts und ihrer kulturellen Identität erfahren und erfahren haben. Also auch hier Mehrfachdiskriminierung ausgesetzt waren und sind. Diese Erfahrungen der ostdeutschen Frauen könnten, wenn sie nicht außer Acht gelassen werden, helfen, dem Ziel nach sozialer Gerechtigkeit ein Stück näher zu kommen.
Georg Lechner
13.03.202118:32
Es gibt unterschiedliche Interessenslagen, aber ein gemeinsames Problem, den gesellschaftlichen Rückfall, der besonders vom Boulevard forciert wird und letztlich nicht nur Frauen betrifft (diese aber besonders). Die ehemalige österreichische Frauenministerin Johanna Dohnal (gestorben 2010) wäre wohl entsetzt, würde sie die reale Zuspitzung ihrer Einschätzung miterleben: "Das gegenwärtige Wiedererstarken männlicher Werthaltungen und traditioneller Rollenbilder geht einher mit Xenophobie, Nationalismus, Sexismus und Sozialabbau, mit dumpfem Populismus und Provinzialismus, mit Militarismus und der Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit."