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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2021
Der Inhalt:

Gottesfragen
Die Dreieinigkeit der Liebe

vom 05.09.2021
In unserer Reihe »Gottesfragen« beantwortet der Theologe Joachim Negel die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Dieses Mal geht es um die Trinität.
Die Trinität in einer Buchminiatur aus dem 14. Jahrhundert (Foto:pa/Heritage Images)
Die Trinität in einer Buchminiatur aus dem 14. Jahrhundert (Foto:pa/Heritage Images)
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Jeder Christenmensch wird im Namen des Dreifaltigen Gottes getauft. Und doch ist vielen unvorstellbar, dass Gott »dreifaltig einer« sei. Wie soll man verstehen, was aller Logik spottet? Wie begreifen, dass die liebende Gottheit sich gerade in ihrer unteilbaren Einheit als dreipersonal realisiert? Worin besteht die Relevanz solcher Spekulation? Alles beginnt mit einer in der Prophetie Israels angesiedelten Gotteserfahrung, in der sich ein Mensch tief aufgehoben weiß: Jesus von Nazareth. In Jesus ist inniges Begehren am Werk, ein Mitleid, ein Trost, eine liebende Nähe, ein barmherziges Verzeihen, aber auch Schmerz, Zorn, Empörung. Sie brechen aus ihm heraus, als Erleben eines fremden Affektes. Jesus erfährt sich als ergriffen von einer Wirklichkeit, die sein Eigenstes ist und doch nicht identisch ist mit ihm. Er n

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Reinhard Müller
24.09.2021
Die Dreieinigkeitslehre war ein Versuch der alten Kirche, aber wir brauchen sie nicht mehr! Eine »Dreieinigkeit der Liebe« ist doch eine gekünstelte Dreiecksbeziehung von drei Personen! Sehr gut beschreibt der Verfasser, dass und wie der »zentrale Name für Gott im Neuen Testament die Liebe ist«. »Gott selbst ist lebenstiftende Beziehung.« Das heißt doch im Klartext, dass Gott keine Person ist, sondern eben die Liebe, die Jesus als neue Wirklichkeit erlebte und uns weitergab. Das wäre meine Gottesfrage: Warum wird selbstverständlich Gott als eine Person beziehungsweise drei Personen behauptet, wobei es doch viel wohltuender ist, Gott als lebenstiftende Beziehung zu beschreiben?
Wennemar Schweer
24.09.2021
Jesus selbst hat stets an der Differenz zwischen Gott und Mensch festgehalten und auch die vertrauensvolle Verbundenheit mit seinem Vater nie als ontologische Wesensverwandtschaft verstanden. Aus der innigen Vertrauensbeziehung zu Gott folgt keineswegs – weiter gedacht – ein trinitarisches Konzept. Joachim Negel versucht, mithilfe des Begriffs der Liebe eine Brücke zu schlagen zwischen Jesu »Gottesintimität« und einem trinitarischen Gottesgedanken. Aber das ist meines Erachtens nicht überzeugend, denn wenn Liebe verstanden wird als »der radikale Selbstempfang aus den Händen eines anderen, an den man sich seinerseits ganz verschenkt«, dann mag das zum Teil für die Liebesbeziehung zweier Menschen gelten, aber nicht für die Beziehung Gottes zu uns Menschen. Seine Liebe besteht darin, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, um die Menschen zu retten.