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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2021
Der Inhalt:

Afghanistan
Deutsche Wurschtigkeit

von Constantin Wißmann vom 18.08.2021
Der völlig missglückte Rückzug aus Afghanistan offenbart erschreckende Mängel bei der Kanzlerin und ihren Ministern. Mit dieser Regierung ist kein Staat mehr zu machen.
Während die Bilder vom Kabuler Flughafen Schrecken verbreiten, besucht Kanzlerin Angela Merkel die Premiere des Dokumentarfilms »Die Unbeugsamen«. (Foto: pa/Geisler/Frederic Kern)
Während die Bilder vom Kabuler Flughafen Schrecken verbreiten, besucht Kanzlerin Angela Merkel die Premiere des Dokumentarfilms »Die Unbeugsamen«. (Foto: pa/Geisler/Frederic Kern)
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Die katastrophale Lage in Afghanistan ist vor allem der dortigen Regierung zuzuschreiben. Doch an dem Debakel der internationalen Staatengemeinschaft ist auch die deutsche Regierung beteiligt. 16 von zwanzig Jahren Einsatz dieser europäischen Führungsmacht liegen in der Verantwortung der Union, acht Jahre in der Großen Koalition. In der Politik ist bekanntlich entscheidend, was hinten rauskommt. Afghanistan lässt nur Schrecken zurück.

Da ist ein Außenminister, der in Berlin die Warnungen seines Botschafters in Kabul ignoriert und bis zuletzt die Lage schönredet, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Da ist eine Verteidigungsministerin, die politische Verantwortung für die Ausreise der afghanischen Ortskräfte abschiebt, indem sie bürokratisch auf die Zuständigkeit anderer Ministerien für

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Peter Münz
24.09.2021
Auf die Unterzeile des oben genannten Kommentars »Ökonomen schlagen eine Erhöhung des Rentenalters auf 69 vor. Das ist unsozial« gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Dies ist nicht unsozial, sondern unvermeidlich. Unvermeidlich ist auch der Hinweis, dass die Kommentatorin in einer undifferenzierten Art und Weise die Zielscheiben schon ausgemacht hat, nämlich diejenigen, die im Büro arbeiten und die Beamten. Das finde ich nun wieder unsozial. Deshalb möchte ich die Ökonomen des Deutschen Instituts der Wirtschaft in Schutz nehmen, die gute Lösungsvorschläge machen. So schreiben sie: Eine naheliegende Lösung könnte sein, das Renteneintrittsalter unterschiedlich für verschiedene Berufe (entsprechend der körperlichen und psychischen Beanspruchung) festzulegen. Dies wäre für mich wünschenswert, aber von der Politik nur schwer umzusetzen, weil es dafür in der »meist selbstorientierten« Bevölkerung keine Mehrheiten gäbe.
Roland Diehl
24.09.2021
Völlig zu Recht geißelt Eva-Maria Lerch die in bequemen Bürosesseln sitzenden Ökonomen, die dazu meist noch Beamte sind und sorgenfrei in ihre großzügig alimentierte Zukunft blicken können. Diese haben wohl völlig den Blick in die Realität verloren und offensichtlich nicht die geringste Ahnung, wie es an der realen Arbeitsfront zugeht. Da Beamte im Schnitt 5,6 Jahre länger leben als Arbeiter, sollte das Pensionsalter also mindestens bei 74 Jahren liegen. Den damit verbundenen »Beamtenaufschrei« kann ich mir gut vorstellen. Dem wäre zu entgegnen: »Was du nicht willst, das man dir tu … «. Unser Alterssicherungssystem bedarf dringend der Reform: Benötigt wird eine unbürokratische Flexibilisierung der Altersgrenze mit selbstbestimmtem Ende der aktiven Berufsphase, mit freiwilliger weniger belastender Weiterbeschäftigungsmöglichkeit als Zuverdienst zum Altersruhegeld. Ja, »Altersruhegeld« und nicht länger »Rente« oder »Pension«: Alle Arbeitnehmer und auch Selbstständige zahlen ausnahmslos in die Alterssicherung ein. Erst dann hat sie ein verlässliches Fundament, auf dessen Grundlage eine zukunftssichere Altersversorgung geplant werden kann.