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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2021
Der Inhalt:

Missbrauch lässt auch Protestanten nicht los

vom 27.08.2021
(Foto: Getty Images/iStockphoto/beest)
(Foto: Getty Images/iStockphoto/beest)

Bei der kommenden Synodentagung vom 4. bis 10. November in Bremen will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dem Thema sexualisierte Gewalt wieder viel Raum geben. Auf der Tagung wird auch der oder die Vorsitzende im Rat der EKD neu gewählt. Anders als bei der Synode im vergangenen Herbst sind diesmal, nach Auskunft der EKD, die aktuellen und ehemaligen Mitglieder des Betroffenenbeirates eingeladen worden, um auf der Synode Stellung zu nehmen zum Bericht von Landesbischof Christoph Meyns, dem Sprecher des Beauftragtenrates der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Außerdem soll es eine Podiumsrunde geben mit externen Expertinnen, Kirchenvertretern und Betroffenen. Damit haben sich in der EKD diejenigen durchgesetzt, die meinen, dass man derzeit nicht andere Themen in den Vordergrund stellen kann.

Der Betroffenenbeirat war im Mai seitens der EKD ausgesetzt worden, nachdem zuvor mehrere Mitglieder das Gremium verlassen hatten. Die EKD erklärte damals, dass sie während der Aussetzung des Rates weiterhin einzelne Betroffene zu Beratungen heranziehen wolle.

Die Aussetzung des Betroffenenbeirates hatte bei einigen der verbliebenen Mitgliedern des Gremiums viel Kritik ausgelöst; aber auch darüber hinaus: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hatte daraufhin die Berufung eines unabhängigen Beauftragten für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der evangelischen Kirche empfohlen. »Es hat den ehrlichen Versuch gegeben, es gut zu machen«, so Göring-Eckardt, selbst Mitglied der Synode der EKD, »jetzt haben wir festgestellt: Es reicht nicht.«

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