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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2012
Ende eines Traums?
Die Zukunft der arabischen Revolution
Der Inhalt:

Die klickende Masse

von Teresa Schneider vom 25.02.2012
Per Knopfdruck im Internet die Politik verändern, davon träumen viele. Ich habe meine Zweifel
Teresa Schneider: Keiner weiß, wer wirklich hinter all den Usern im Internet steckt - und welche Interessen sie verfolgen.
Teresa Schneider: Keiner weiß, wer wirklich hinter all den Usern im Internet steckt - und welche Interessen sie verfolgen.

Eisiger Wind fegt durch die kleine Zeltstadt vor der Europäischen Zentralbank. Umgeben von hell erleuchteten Hochhäusern drängen sich die letzten übrig gebliebenen Bewohner des Frankfurter Occupy-Camps um ein wärmendes Feuer. Neben mir steht Peter. Der 36-Jährige erzählt mir von seinen Sorgen angesichts des Finanzkapitalismus und seinem Traum von mehr sozialer Gerechtigkeit.

Wie viele andere, die sich seit September 2011 der weltweiten Occupy-Bewegung angeschlossen haben, hat Peter das Gefühl, dass »in unserer Welt etwas gehörig falsch läuft und es so nicht weitergehen kann«. Auf die Frage, wie sich etwas ändern lasse, antwortet er: »Wir brauchen eine Demokratie, in der alle alles mitentscheiden können. Dank Internet ist das möglich.«

Mitentscheiden per Mausklick

Eine globale Cyberdemokratie, in der sich die Bürger per Mausklick beteiligen? Mit dieser Vision steht der Occupy-Aktivist keineswegs alleine da: Vor allem unter Jüngeren scheint die Ansicht, dass das Internet der Schlüssel zu einer demokratischeren Gesellschaft ist, populär zu sein. So wirbt die Piratenpartei für eine »Liquid Democracy«: Anstatt alle vier Jahre einen Wahlzettel auszufüllen und wichtige Entscheidungen anschließend der Regierungselite zu überlassen, soll jeder via Internet permanent in politische Prozesse eingebunden werden. Ein Tweet

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