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EKD-Synode
»Wir kommen nicht schuldlos heraus«

von Matthias Drobinski vom 07.11.2022
Waffen für die Ukraine? Verhandeln mit Putin? In Magdeburg diskutiert die evangelische Kirche emotional, ob ihre Friedensethik noch taugt.
Schwerter zu Pflugscharen: Das war der Ruf der DDR-Friedensbewegung (Foto: pa/zb/Rainer Oettel)
Schwerter zu Pflugscharen: Das war der Ruf der DDR-Friedensbewegung (Foto: pa/zb/Rainer Oettel)
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Es bietet sich an, in Magdeburg über den Krieg zu reden und seine mörderische, alles zerstörende Macht. 1631, im Dreißigjährigen Krieg, steckten die kaiserlichen Truppen unter den Generälen Tilly und Pappenheim die Stadt in Brand, zerstörten sie so gründlich, dass das Wort »magdeburgisieren« gebräuchlich wurde; allein im Magdeburger Dom überlebten bis zu 4000 Menschen, die sich dorthin geflüchtet hat. 1945 brannte die Stadt wieder im Bombenhagel der Alliierten, die Narben sind bis heute sichtbar.

Friedrich Kramer, der sich eine blutrote Fliege umgebunden hat, erinnert an diesem frühen Abend daran, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er ist in Magdeburg Bischof und damit Gastgeber der EKD-Synode, des Kirchenparlaments, das hier tagt und diskutiert, ob die evange

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Hubert Zimmermann
09.11.202220:54
Seit den 80er Jahren, den Bonner Wiesen Massendemos habe ich mich gefragt, wie man so naiv sein kann, zu glauben, wenn ich mich selbst entwaffne, dass dann Frieden herrscht. Als ob solches Verhalten mögliche Aggressoren abhält, voller Mitgefühl und Dankbarkeit für unsere bewiesene Waffenlosigkeit uns nur noch herzallerliebste Friedensküsse zu senden.
Statt vielmehr zu wissen, dass ein solch absurdes Verhalten nicht viel eher einen Aggressor dazu verleitet zu glauben, er könne innerhalb von wenigen Tagen unser Land überfallen und total einnehmen. Schon die Römer lernten aus der Geschichte: si vis pacem, bellum para!