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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2019
Mach mich unsterblich!
Der Plan von der Erschaffung des perfekten Menschen
Der Inhalt:

Verhaltener Auftakt zum Synodalen Weg

von Thomas Seiterich, Michael Schrom vom 04.12.2019
Kardinal Marx: Nichts geschieht gegen Rom, Bischof Voderholzer: Rede von der letzten Reformchance grenzt an Nötigung, ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann: Dieser Weg wird kein leichter sein
Mal sehen, ob es brennt. Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland zündet im Münchner Dom die Synodalkerze an. Links: Kardinal Marx (Foto: epd/Balk)
Mal sehen, ob es brennt. Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland zündet im Münchner Dom die Synodalkerze an. Links: Kardinal Marx (Foto: epd/Balk)

Die katholische Kirche versteht meisterhaft die Kunst der Inszenierung. Doch ausgerechnet jetzt, wo mit dem Synodalen Weg ein dramatischer und bedeutsamer Prozess eingeleitet wird, scheint ihr dieses Gespür abhandenzukommen. Spannung aufbauen, Vorfreude erregen? Nichts davon! Erwartungen? Mäßig. Bewusstsein für ein außerordentliches Ereignis schaffen? Lieber nicht.

Wie holprig der Start, wie schlecht die innerkirchliche Information und wie fragil der ganze Prozess ist, macht ein Anruf beim Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz deutlich, zwei Wochen vor dem ersten Advent. Bis dato hieß es, dass die Beratungen im Frankfurter Dom stattfinden würden, weil es ein geistliches Ereignis sei, das nicht in ein Konferenzzentrum passe. Doch der Dom kann aufgrund von Bauarbeiten gar nicht als Aula genutzt werden. Man werde wohl im evangelischen Dominikanerkloster tagen, erklärt zu Eltz. Hübsche Pointe: Reformkräfte zu Gast in reformierten Kirchen. Von einem zentralen Eröffnungsgottesdienst wisse er nichts, lediglich habe er gehört, dass an diesem Sonntag besondere Kerzen entzündet werden sollen. »Wenn Sie wissen, wo man diese Kerzen erhält, sagen Sie uns Bescheid, damit auch wir des Synodalen Weges gedenken können.« Die Auskunft der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz ist knapp und vielsagend: »Am ersten Advent werden in fast allen Domkirchen Synodalkerzen entzündet, womit der Start des Weges markiert ist.« In München werde der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, mit Karin Kortmann, der stellvertretenden Präsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK), diese Synodalkerze anzünden.

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Ludwig Lang
04.12.201908:44
Das sehe ich genau so, wie der einsame Demonstrand. 50 Jahre sind genug. Jetzt muss deutlich sichtbar und spürbar erneuert werden. Dass viele Aufbrüche und Ideen des II. Vatikanums von „Rom“ verhindert und zurückgedreht wurden, dass die Ergebnisse der Würzburger Synode missachtet wurden, ist ein skandalöser Irrtum der „Amtskirche“. Ich denke nicht, dass die Bischöfe und Kardinäle gut beraten sind, wenn sie den erklärten Willen der Laien missachten wollten, so wie es manche jetzt schon im Voaus signalisieren.