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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2024
Der Inhalt:

Missbrauch
Glaube, Macht, Gewalt

Kerstin Claus, die Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, und der Historiker Thomas Großbölting diskutieren, warum es im evangelischen Milieu nicht weniger Missbrauch gibt als im katholischen. Und welche Konsequenzen das haben muss.
»Was ist dieser Gesellschaft und dieser Bundesregierung ein individuelles Recht auf Aufarbeitung wert?« Kerstin Claus und Thomas Großbölting (Foto: Benjamin Pritzkuleit)
»Was ist dieser Gesellschaft und dieser Bundesregierung ein individuelles Recht auf Aufarbeitung wert?« Kerstin Claus und Thomas Großbölting (Foto: Benjamin Pritzkuleit)
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Publik-Forum: Frau Claus, Herr Großbölting, was hat Sie an der ForuM-Studie überrascht?

Kerstin Claus: Dass es neben der Aufarbeitung auch bei der Prävention in den Pfarrgemeinden hakt und Schutzkonzepte oft fehlen. In den letzten Jahren haben wir häufig von den evangelischen Kirchen gehört: Aufarbeitung müssen wir noch lernen, aber in der Prävention sind wir richtig gut. Da gibt es wohl einen Bruch zwischen Selbstwahrnehmung und Realität.

Thomas Großbölting: Für mich war der überraschendste Punkt, wie ähnlich sexualisierte Gewalt in der katholischen und der evangelischen Kirche funktioniert. Ich habe die Studie zum Bistum Münster geleitet und auf den spezifisch katholischen Risikofaktor Klerikalismus

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