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Frieden in einer irren Welt

Der Katholikentag in Münster war einer der größten der vergangenen Jahrzehnte. Sein Leitwort: »Suche Frieden«. Wie viel Friede war möglich? Wie viel Friede wird sein? Ängste, Ideen, Sehnsüchte prägten das Fest über fünf Tage. Eine Bilanz
von Michael Schrom vom 24.05.2018
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Die Taube, das Zeichen des Friedens, des Endes aller Katastrophen: Gemacht werden kann der Friede nur von Menschen. (Foto: Federico Caputo/Alamy Stock Photo)
Die Taube, das Zeichen des Friedens, des Endes aller Katastrophen: Gemacht werden kann der Friede nur von Menschen. (Foto: Federico Caputo/Alamy Stock Photo)

Vor der Münsterlandhalle kommt es zum akustischen Showdown. »Kein Frieden mit der AfD!«, skandieren tausend Demonstranten, angeführt von der Antifa-Bewegung. Die Entscheidung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und des Bistums Münster, Repräsentanten aller im Bundestag vertretenen Parteien, also auch Volker Münz von der AfD, zu einem Podiumsgespräch über Staat und Kirche einzuladen, hat sie auf den Plan gerufen. Jetzt rufen sie: »Wollt ihr gute Christen sein, reiht euch in die Demo ein!« Gleichzeitig intoniert die Jugendband auf dem Vorplatz der Halle den hebräischen Kanon »Hevenu Shalom Alechem«. So mischen sich die Stimmen. Hier das sanft-säuselnde »Wir wünschen Frieden für alle«. Dort das zornig-abgehackte »Kein! Frieden! Mit der AfD!«

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