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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2024
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Wirtschaftskrise in Deutschland
Weniger wachsen

Was führt aus dem Stillstand? Der grüne Sektor, hofft die Bundesregierung. Warum das eine umweltschädliche Illusion ist – und ein Blick nach Japan helfen kann.
von Mathias Binswanger vom 17.04.2024
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(Illustration: Nuthawut Somsuk / iStock by Getty)
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Es läuft nicht gut mit Deutschlands Wirtschaft. Im vorigen Jahr ist sie geschrumpft, als einzige in einer führenden Industrienation. Und auch in diesem Jahr sieht es nicht viel besser aus, die Prognosen schwanken zwischen minimalem Wachstum und Stagnation. Die deutsche Wirtschaft sei »wie gelähmt«, urteilt das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. In den Medien kursieren Schreckensbeschreibungen einer bevorstehenden Rezession mit Pleitewelle, Massenarbeitslosigkeit und grassierender Armut.

Die oppositionelle CDU fordert eine »Wirtschaftswende« mit weniger Sozialabgaben, niedrigeren Steuern und Bürokratieabbau. Die Bundesregierung hält dagegen: Eine »ökologisch-soziale Marktwirtschaft«, wie es Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen formuliert, wird Wirtschaftswachstum bringen, Arbeitsp

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Wolfgang Heckl 10.05.2024:
Mathias Binswanger bleibt eine Antwort schuldig auf die Frage, ob Wachstum wirklich zwingend notwendig ist. Alle Begründungen und Erklärungen zu den wirtschaftlichen Zusammenhängen sind zwar richtig, aber ich kann darin keine zwingende Notwendigkeit zu wirtschaftlichem Wachstum erkennen. Warum muss eine Rezession zu Massenarbeitslosigkeit führen? Warum können nicht alle etwas weniger arbeiten? Das Problem ist die mangelnde Verteilung unseres erwirtschafteten Wohlstandes. Solange die Wirtschaft wächst, kann man die real existierende Verteilungsungerechtigkeit noch einigermaßen schönreden. Natürlich muss sich Verantwortung und Leistung lohnen, natürlich darf der Chef von VW mehr verdienen als seine Putzfrau. Aber gleich so viel mehr? Der Trickle-down-Effekt, der angeblich dafür sorgt, dass unten auch was ankommt, verhindert schon lange nicht mehr, dass wenige immer reicher und die meisten immer ärmer werden. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Folge der Machtverteilung innerhalb der Gesellschaft. Der VW-Chef »verdient« nicht so viel wegen seiner übermenschlichen Leistung, sondern einzig, weil er das im Zusammenspiel von Aktionären und Aufsichtsrat einfordern kann.

Karl Ernst Gundlach 10.05.2024:
Bei dieser Diskussion wird leider nicht erwähnt, dass überschüssiges Geldvolumen investiert wird, um eine Rendite zu erwirtschaften, die einen Teufelskreis von weiterem Investieren und noch mehr Rendite erwirtschaften anheizt. Ohne Renditeversprechen wird Kapital nicht mehr investiert, und das gesamte Wirtschaftsgefüge bricht zusammen. Die endlose Geldvermehrung in Privathand ist die ursächliche Triebfeder. Guthabenzinsen können nur Geldüberschuss-Besitzer erzielen, die daraus resultierenden Schulden tragen dagegen alle Bürger. Eine staatlich gelenkte Geld-Umlaufsicherung würde die Umverteilung von Arm nach Reich durch den Zinseszinseffekt wesentlich entschärfen. Die Einnahmen könnten der öffentlichen Hand zufließen und die Steuerbelastung der Bürger reduzieren, statt Superreiche zu produzieren, die sich in Steueroasen vor der gesellschaftlichen Verantwortung drücken.

Tilmann Wolf 10.05.2024:
Jeder Physiker weiß, dass ein System, das unaufhaltsam wächst, dem sicheren Untergang entgegenstrebt. Der Laie hat den Eindruck, dass in den führenden wirtschaftswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen keinerlei Zweifel am Wachstumsdogma bestehen und keine Forschung stattfindet, wie sich eine globale Wachstumsgesellschaft zur zukunftsfähigen Stabilitätsgesellschaft entwickeln könnte. Gott gebe, dass ich unrecht habe und im Verborgenen heftig daran gearbeitet wird.

Georg Lechner 15.04.2024, 15:28 Uhr:
Auch Kohei Saito sieht sehr ausgeprägt den Rebound-Effekt gegeben und spricht daher davon, dass der Kapitalismus per se nicht mehr zukunftsfähig ist. Jedenfalls wird das Überleben der Menschheit davon abhängen, dass sie lernt, mit einem sinkenden Ressourcenverbrauch zurechtzukommen - und dieser Rückgang muss vor allem in den Industriestaaten erfolgen.

Karl Enst Gundlach 11.04.2024, 18:39 Uhr:
Bei obiger Diskussion wird leider nicht erwähnt, dass überschüssiges Geldvolumen investiert wird um eine Rendite erwirtschaften, die somit einen Teufelskreis von weiter investieren und noch mehr Rendite erwirtschaften anheizt. Ohne Renditeversprechen (Kapitalwachstum = 0) wird Kapital nicht mehr investiert (Geldumlauf-Kollaps) und das gesamte Wirtschaftsgefüge bricht zusammen. Die endlose Geldvermehrung in Privathand ist die ursächliche Triebfeder. Guthabenzinsen können nur Geldüberschuss-Besitzer erzielen, die daraus resultierenden Schulden tragen dagegen ausnahmslos alle Bürger. Die Umverteilung ist somit vorprogrammiert.
Eine staatlich gelenkte Geld-Umlaufsicherung würde die Umverteilung von Arm nach Reich durch den Zinseszins-Effekt wesentlich entschärfen. Die Einnahmen könnten der Öffentlichen Hand zufließen und die Steuerbelastung der Bürger reduzieren anstatt Superreiche zu produzieren, die sich obendrein in Steueroasen vor der gesellschaftlichen Verantwortung drücken.

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