Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2023
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Interview
»Auch ohne Wachstum kann es Überfluss geben«

vom 27.09.2023
Ausgerechnet im konsumorientierten Japan konnte der Philosoph Kohei Saito mit seiner Idee von einem marxistischen Degrowth einen Bestseller landen. Lässt sich so der Kapitalismus überwinden? Und würde uns das helfen?
»Für viele ist es einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus«, sagt Bestseller-Autor Kohei Saito (Foto: Shiho Fukada/The NewYorkTimes/Redux/laif)
»Für viele ist es einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus«, sagt Bestseller-Autor Kohei Saito (Foto: Shiho Fukada/The NewYorkTimes/Redux/laif)
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen
PFplus

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:

Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
PFplus

Jetzt direkt weiterlesen:

Digital-Zugang
  • diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
  • 4 Wochen für nur 1,00 €
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper ergänzend zu Ihrem Print-Abo

Publik-Forum: Herr Saito, war Karl Marx ein Grüner?

Kohei Saito: Nach den Ergebnissen meiner Forschungen auf jeden Fall. Wenn man sich seine späten Notizbücher anschaut, sieht man, dass er sich mit Fragen der Erschöpfung des Bodens, der Entwaldung und des Artensterbens befasste. Diese Themen waren also offenbar bereits Ende des 19. Jahrhunderts präsent. Marx hat erkannt, dass sich die kapitalistische Produktion nicht um Nachhaltigkeit und das menschliche Wohlergehen kümmert.

Der Marx, den wir aus den Schulbüchern kennen, setzte auf eine Steigerung der Produktivität, damit die Arbeiter ihre Klasse überwinden können.

Saito: So steht es im kommunistischen Manifest von 1848. Nach der Ve

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.

Hans-Joachim Schemel 23.09.2023, 21:27 Uhr:
Als Weg zur Rettung des Klimas bevorzuge ich statt Kommunismus den von Ulrike Herrmann („Ende des Kapitalismus“) vorgeschlagenen Weg der „demokratischen Planwirtschaft“, wie er im zweiten Weltkrieg in England unter Beibehaltung des Privateigentums an Produktionsmitteln erfolgreich praktiziert wurde. Allerdings wird in unserem demokratischen Kapitalismus der Leidensdruck wohl noch weiter steigen müssen, bevor sich unsere an unnützen Gütern so reiche Gesellschaft auf diesen Weg begibt, der nicht so steinig ist wie er scheint. Eine Transformation des Denkens und Organisation "nach marxistischer Tradition" wird es bei uns hoffentlich nicht geben. Denn diese Tradition hat in unseren Ohren keinen guten Klang.

Katharina Floßmann 21.09.2023, 12:44 Uhr:
Danke für diesen Beitrag!
Ihren Fragen entnehme ich allerdings, dass auch Sie immer noch an das Märchen vom "Grünen Wachstum" glauben - als ob der Begriff nicht in sich schon widersprüchlich wäre: Nichts natürliches wächst unbegrenzt - es sei denn Krebs, und der ist am Ende immer tödlich. Bei genauerer Betrachtung ist gerade die aktuelle Politik der Grünen Partei weitestgehend neoliberal, verbunden mit einem ausgesprochen gutgehenden Ablasshandel. Und damit das Gegenteil davon, was die Gründer:innen wollten, leider.