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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2023
Der Inhalt:
Religion & Kirchen
Leben & Kultur

Klimaschutz
Die Welt retten geht nur demokratisch

Radikale Klimaschützer klagen, demokratische Verfahren dauern zu lang. Populisten befeuern die Angst vor der Ökodiktatur. Dabei ist die Demokratie gut geeignet für die große Aufgabe. Doch dafür muss sie einen mutigen Schritt gehen
von Jacob Edenhofer, Ottmar Edenhofer vom 17.11.2023
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(Foto: pa/Jörg Carstensen)
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Können demokratische Staaten, demokratisch verfasste Gesellschaften wirkungsvoll das Klima schützen, die Erderwärmung begrenzen? In jüngster Zeit sind die Zweifel daran gewachsen. Der fortgesetzte Anstieg der weltweiten Emissionen erfordert schnelles und entschiedenes Handeln. Demokratische Prozesse verlaufen langsam und erfordern Kompromisse. Wer Veränderungen will, muss dafür Mehrheiten gewinnen. Planungsverfahren müssen rechtssicher verlaufen, wer von ihnen betroffen ist, kann gegen das jeweilige Vorhaben klagen. Radikale Klimaschützer fordern deshalb, sich angesichts der drohenden Selbstausrottung der Menschheit über solche demokratischen Verfahren hinwegzusetzen. »Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant«, sagt zum Beispiel Roger Hallam, Mitgründer der Gruppe »Extinction Rebellion«

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Klemens Speer 15.12.2023:
Wenn ich obigen Publik-Forum-Titel lese, kommt bei mir rüber, es könne wieder so werden, wie es mal war, Demokratien können das. Das ist schlichtweg falsch, das können weder Demokratien noch autoritäre Systeme. Die Autoren machen den guten Vorschlag, Klimazölle einzuführen, gestehen jedoch am Ende des Beitrages, dass eine Wende wohl doch nicht mehr zu schaffen sei. Da fühle ich mich, mit Verlaub, veräppelt. Eine komplexe globale Krise braucht für das Gegensteuern komplexe Maßnahmen. Die werden im Beitrag beschrieben, ja. Aber leider ist es sehr zeitaufwendig, sie international zu koordinieren und sich darüber zu verständigen. Und die politischen Voraussetzungen dafür sind nicht besser, sondern schlechter geworden. Die Klimakrise wird zu massiven gesellschaftlichen Verwerfungen führen. Das heißt aber nicht, dass wir nichts mehr gegen die Krise tun sollten. Ganz im Gegenteil: Wir werden alle Kräfte brauchen, um die größten Verwerfungen abzumildern. Wir sollten den Kopf nicht in den Sand stecken, aber uns auch keinen Sand in die Augen streuen lassen. Das führt zum Vertrauensverlust.

Martin Ramschulte 15.12.2023:
Je luxuriöser wir Menschen leben, desto mehr sind wir mitverantwortlich für den immer schneller ansteigenden CO2-Gehalt in unserer Atmosphäre. Wir verbrennen unsere Lebensgrundlagen. Wenn wir das nicht ändern, haben wir bald die Hölle auf Erden. Mit weltweit 300 Euro pro Tonne CO2 im Gebäude- und Verkehrssektor und auf Treibstoffe für Flugzeuge, Container- und Kreuzfahrtschiffe würde die Luft am schnellsten besser. Das wäre ein Schnäppchenpreis gegenüber den Schäden, die durch zu viel CO2 entstehen. Die Mentalität der Menschen ist selbstmörderisch. Wegen des hemmungslosen Egoismus einiger Zeitgenossen werden wir von der jungen Generation zu Recht verflucht. Die Erde brennt, die Menschheit pennt!

Hans-Joachim Schemel 18.11.2023, 19:16 Uhr:
Der beeindruckende Artikel skizziert demokratische Wege für den Ausstieg aus der Erderwärmung. Auch wenn alle genannten Wege in sinnvoller Kombination beschritten werden, steigen die Lebenshaltungskosten. Der Beitrag lässt offen, an welches Konzept der sozialverträglichen Verteilung dieser Kosten gedacht wird. Wie lässt sich verhindern, dass Haushalte mit geringem Einkommen belastet werden? Denn für Haushalte, die ohnehin in der Nähe des Existenzminimums leben (z.B. viele Rentner und Alleinerziehende), wäre der „soziale Kipppunkt“ überschritten, wenn die klimabedingten Mehrkosten nicht vollständig kompensiert würden. Statt der einheitlichen Pro-Kopf-Pauschale, von denen kleinere Einkommen laut Artikel übermäßig profitieren würden, wäre eine sozial gestaffelte Kompensation denkbar, bei der kleinere Einkommen geschützt werden.

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