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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2023
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Deutsche und Polen
Was ist los zwischen uns Nachbarn?

Unser Autor trifft alte Freunde in Polen wieder. Seit dem letzten Besuch ist viel passiert: Viele Polen werfen den Deutschen vor, nicht hart genug gegenüber Russland zu sein. Das belastet sogar Freundschaften.
von Thomas Schneider vom 11.07.2023
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(Foto: PA/DPA/ZB/Bernd Wüstneck)
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Wenn ich mich früher mit Radek traf, war sein typischer Spruch: »Heute gibt’s keinen Krieg, da kann ich mir einen Tag freinehmen.« Radek ist Augenarzt und Offizier in der polnischen Armee. Sein Humor war schon immer mein Fall, wahrscheinlich sind wir deshalb seit mehr als 30 Jahren befreundet. Kennengelernt haben wir uns als Schüler, mein Gymnasium und sein Liceum pflegten in den 1980er-Jahren eine Partnerschaft. Wegen der Pandemie haben wir uns einige Jahre nicht gesehen. Während ich jetzt in einem Restaurant in Bydgoszcz auf ihn warte, schwant mir, dass er seinen Standardwitz mit dem freien Tag heute nicht erzählen wird.

Als er dann ankommt, steht noch kein Glas auf dem Tisch, und wir sind sofort mittendrin in der Debatte: Putins Krieg, deutsche Waffenlieferungen, Schröder und Nord Stream 2. R

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Joachim Kloth 12.07.2023, 09:28 Uhr:
Thomas Schneider beschreibt viel Nachdenkenswertes in vielen Facetten. ABER: Bedeutet "Aufmerksamkeit und Interesse", dass wir polnischem "Humor" so bedingungslos folgen müssen wie Herr Schneider und Scherze mit Leopard-Panzern machen? Meine Antwort: Nein! Stattdessen muss Deutschen und Polen gesagt werden, dass im Kriegsfall von beiden Ländern nichts übrigbleiben wird. Mit seinen Schlusssätzen entwertet Thomas Schneider seinen Bericht.

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