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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2020
Berühre mich!Aber fass mich nicht an
Leben, lachen, glauben in Corona-Zeiten
Der Inhalt:

Gute Worte an der Wäscheleine

von Ulrike Scheffer vom 28.03.2020
Gemeinden und Orden sind kreativ in der Corona-Krise. Weil die Kirchen geschlossen sind, bieten sie Online-Gebete an, virtuelle Gottesdienste und auch Hoffnung kann man hamstern
Gebete und Bibelworte zum Mitnehmen: Pfarrerin Kirsten Emmerich hängt sie für Spaziergänger vor dem Gemeindehaus auf (Foto: Evangelische Gemeinde Riedberg)
Gebete und Bibelworte zum Mitnehmen: Pfarrerin Kirsten Emmerich hängt sie für Spaziergänger vor dem Gemeindehaus auf (Foto: Evangelische Gemeinde Riedberg)

Eine prall gefüllte Wäscheleine vor dem Gemeindehaus? Kirsten Emmerich, Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Frankfurt-Riedberg, versorgt Spaziergänger auf unkonventionelle Weise mit »guten Worten«. Denn an den altertümlichen Holzklammern hängen keine Hemden oder Bettlaken, sondern weiße Zettel mit mutmachenden Bibeltexten. »Jeder, der vorbeikommt, kann sich ein gutes Wort mit nach Hause nehmen oder es anderen schenken«, sagt die Pfarrerin, die ihre Leine immer wieder neu bestückt. Auch Tipps für die Gestaltung privater Wohnzimmerandachten hat sie inzwischen aufgehängt.

Gottesdienste sind ausgesetzt

Weil Gottesdienste wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt sind und Gemeindeveranstaltungen nicht stattfinden können, lassen sich die Kirchen einiges einfallen, um Menschen zu Hause zu erreichen. Die Jesuiten in Deutschland und Österreich haben den Newsletter Ignatianische Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen. Täglich gibt es einen spirituellen Impuls und am Samstag einen Vorschlag für einen Hausgottesdienst am Sonntag. Der Newsletter kann auf www.jesuiten.org abonniert werden.

Viele Gemeinden übertragen Gottesdienste im Internet – doch wie soll eine feierliche Stimmung entstehen, wenn die Pfarrerin oder der Pfarrer allein in einer leeren Kirche steht? Im norditalienischen Robbiano bat der Pfarrer seine Gemeindemitglieder über das Lokalradio, ihm Selfies zu senden. Die Bilder klebte er auf die Kirchenbänke und schaffte es so, die Gläubigen doch zu sich in die Kirche zu holen.

Als Zeichen der Verbundenheit rufen Gemeinden dazu auf, in den Abendstunden brennende Kerzen ins Fenster zu stellen. Das Bistum Speyer lässt dreim

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