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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2012
Verloren im Vatikan
Ein Reformkonzil wird 50
Der Inhalt:

Kämpft für die Nonnen!

von Helen Schüngel-Straumann vom 16.09.2012
Der Vatikan unterdrückt die Frauenorden der USA. Europas Feministinnen schweigen dazu. Warum? Ein Zwischenruf der Theologin Helen Schüngel-Straumann
Die katholische Theologin Helen Schüngel-Straumann fordert Unterstützung für die von Rom bedrängten amerikanischen Nonnen (Foto: Südbeck-Baur)
Die katholische Theologin Helen Schüngel-Straumann fordert Unterstützung für die von Rom bedrängten amerikanischen Nonnen (Foto: Südbeck-Baur)

Seit rund zwei Jahren findet ein Kampf der römischen Glaubensbehörde gegen die Organisation amerikanischer Nonnen statt. Die Leadership Conference of Women Religious (LCWR) vertritt achtzig Prozent der 56 000 US-amerikanischen Ordensfrauen. Alle Frauenorden wurden einer Visitation unterzogen. Ihre Arbeit, vor allem in sozialen Belangen, und ihre feministisch-theologische Ausrichtung wurden gerügt. Nun soll sich der Dachverband nicht mehr selbst verwalten dürfen, sondern wird unter die Aufsicht von Bischöfen gestellt. Das ist ein Skandal!

In den USA sind diese Frauen zumeist gut ausgebildet, viele davon sind anerkannte Theologinnen, manche auf Lehrstühlen. Auch hierzulande sind zum Beispiel Elizabeth Johnson und Margaret Farley bekannt, wichtige Werke sind ins Deutsche übersetzt.

Der Vorwurf: Eigene Positionen in der Sexualethik

Inzwischen hat die Drangsalierung aus Rom geradezu diktatorische Formen angenommen. Höhepunkt der Kritik ist, dass sie feministische Positionen vertreten, »die mit der katholischen Glaubenslehre unvereinbar sind«. Natürlich geht es wieder einmal auch um die Sexualethik. Die Ordensfrauen würden nicht die römischen Positionen verteidigen, sondern gingen eigene Wege.

In der Tat verstehen sie sich wohl nicht als Abgesand

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