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Nationalparks in Deutschland
Im Handstreich kurz vor Mitternacht

Vor 35 Jahren landeten Umweltschützer aus Ost und West einen Coup – deshalb gibt es heute 16 Nationalparks in Deutschland. Was auf der letzten Staatsratssitzung der DDR geschah, und welche Rolle Klaus Töpfer spielte.
von Bettina Röder vom 29.10.2025
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Strenge Regeln: In einem Naturschutzgebiet soll der Mensch unauffälliger Gast sein. (Foto: PA / blickwinkel / A.Held)
Strenge Regeln: In einem Naturschutzgebiet soll der Mensch unauffälliger Gast sein. (Foto: PA / blickwinkel / A.Held)

Alle reden vom Klimaschutz. Der Biologe Ulrich Meßner sagt: »Man muss einfach machen.« Er sitzt auf der Holzbank unter dem großen Sonnensegel vor seinem reetgedeckten Haus mit weitem Garten. Der Blick geht über Streuobstwiesen hin zu sanften Hügeln. Unter alten Erlen schaukelt eine Hängematte. »Man muss einfach machen«, der Satz ist so etwas wie Meßners Lebensprogramm. Der Garten, in dem er sitzt, liegt mitten im Müritzer Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Drei Jahrzehnte hat Meßner diesen Nationalpark geleitet. Vor allem aber hat er mit dafür gesorgt, dass es heute ein Nationalparkprogramm mit Großschutzgebieten gibt. Das war vor 35 Jahren im Wettlauf mit der deutschen Einheit.

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