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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2022
Neue Heimaten
Wie die Gläubigen ihre Kirche wieder in Besitz nehmen können
Der Inhalt:

Testfall für die Klimawende
Landwirtschaft am Limit

von Ulrike Scheffer vom 02.06.2022
Die Bauern protestieren seit Jahren gegen Dumpingpreise für Fleisch und Milch. Sie warten auf Reformen durch den neuen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Doch ob die kommen, ist fraglich.
Ganz schön eng: Günstige Preise sind in Deutschland oft wichtiger als das Tierwohl. (Foto: PA/Photothek/Thomas Trutschel)
Ganz schön eng: Günstige Preise sind in Deutschland oft wichtiger als das Tierwohl. (Foto: PA/Photothek/Thomas Trutschel)
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Es hatte so gut begonnen – für Cem Özdemir. Schon kurz nach der Regierungsübernahme der Ampelkoalition legte der neue Landwirtschaftsminister von den Grünen erste Reformpläne für sein Ressort vor. Nach 16 Jahren unter Führung der Union sollte die Landwirtschaft möglichst rasch eine grüne Prägung erhalten: durch mehr Umwelt- und Tierschutz – und natürlich durch mehr ökologischen Landbau. Bis 2030 soll der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen von derzeit knapp zehn auf 30 Prozent steigen.

Die Transformation der Landwirtschaft gilt als wichtiger Testfall für die Klimawende. Immerhin ist sie für mehr als 13 Prozent der in Deutschland entstehenden klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Bis 2030 sollen die Emissionen um 30 Prozent sinken. Doch, wie bei so vielen Vorhaben, ha

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Georg Lechner
24.06.2022
class="fliesstext_ohne">In Österreich ist das Landwirtschaftsministerium in den Händen der ÖVP – und da merkt man die Orientierung an den Interessen der Großbauern und der Gastronomen. Es wurde gerade einmal das Kükenschreddern verboten, aber Schweine dürfen weiter auf Vollspaltenböden gehalten werden und die Herkunftskennzeichnung für Eier, Milch und Fleisch gibt es jetzt zwar im Lebensmittelhandel, nicht aber in der Gastronomie.
Beate Spengler-Kohlhammer
24.06.2022
Das Problem in der Landwirtschaft ist noch größer. Durch die Existenznot setzen Landwirte seit Jahren zu viel Chemie ein, vor allem im Futtermittel- und Energiepflanzenbereich, der zwei Drittel der gesamten Flächen einnimmt. Studien belegen, dass der Chemieeinsatz auch beim Obst und Gemüse drastisch gestiegen ist. Dieser hohe Chemieeinsatz führt dazu, dass die Böden bereits um 40 Prozent geschädigt sind. Biologen warnen vor einem ständigen Ertragsrückgang und vor Kipppunkten. Zum Schutz der Böden ist es von großer Bedeutung, dass eine gesellschaftliche Bewegung für den Kauf von biologischen Lebensmitteln entsteht. Wenn der Biokauf zunimmt, stellen mehr Landwirte um. Dadurch werden die Flächen vor Großinvestoren geschützt und wird die Ernährungssicherheit stabilisiert. Für die politische Einflussnahme und eine gesellschaftliche Bewegung ist es wichtig, dass die Bevölkerung die Gefahr erkennt. Unsere Nahrung steht auf dem Spiel.
Georg Lechner
04.06.202217:25
In Ö. ist das Landwirtschaftsministerium in den Händen der ÖVP - und da merkt man die Orientierung an den Interessen der Großbauern und der Gastronomen. Es wurde gerade einmal das Kükenschreddern verboten, aber die Schweine dürfen weiter auf Vollspaltenböden gehalten werden und die Herkunftskennzeichnung für Eier, Milch und Fleisch gibt es jetzt zwar im Lebensmittelhandel, nicht aber in der Gastronomie.