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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Andrea Teupke

Eigentlich bin ich ganz anders. Aber ich komme so selten dazu. Dieses Zitat von Ödon von Horvath könnte auch über meiner Biografie stehen.

Eigentlich wollte ich schon immer Journalistin werden. Habe bereits als Kind auf Familienfeiern Notizen gemacht, in der Schule leidenschaftlich gerne Aufsätze geschrieben und natürlich Artikel für die Schülerzeitung verfasst.

Uneigentlich hat es dann aber doch eine ganze Weile gedauert: Nach einem langen Islandaufenthalt, wo ich Schafe scheren und Kühe melken durfte, einem Informatikstudium und einigen Berufsjahren als Softwareentwicklerin bekam ich endlich einen der raren Ausbildungsplätze an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin.

Danach habe ich zunächst als Fernsehreporterin für die Hessenschau, das Regionalmagazin des Hessischen Rundfunks, gearbeitet. Die Zeit beim Fernsehen war spannend, lehrreich und oft auch witzig. Trotzdem spürte ich zunehmend den Wunsch, mehr zu schreiben, gründlicher zu recherchieren und auch komplexere Themen anzugehen, die sich eben nicht in zwei oder drei Minuten erzählen lassen.

Meinen ersten Artikel für Publik-Forum – einen Bericht über ethische Geldanlagen – habe ich im Erziehungsurlaub 2000 verfasst, als mein zweites Kind zehn Monate alt war. Wenig später bin ich Redakteurin bei Publik-Forum geworden. Lange kümmerte ich mich hauptsächlich um die Felder Bildung, Erziehung, Familie und Psychologie. Seit Dezember 2013 leitete ich das neu gegründete Ressort »Leben und Kultur«. Wenn ich Aufträge vergebe, Autoren betreue und Texte redigiere, fühle ich mich manchmal wie eine Gärtnerin, die hier etwas sät, dort etwas auszupft, dann wieder gießt und düngt und sich über das Wachstum freut.

Daneben schreibe ich auch schon mal über Mathematik oder Naturgärten, Peak Oil oder Hirnforschung, Meditation und Tee-Zeremonie. Genau diese Vielfalt macht den Beruf für mich so beglückend – und die Möglichkeit, immer wieder faszinierende Menschen und Projekte kennenzulernen.

Publik-Forum finde ich nach wie vor ganz einzigartig: Eine Zeitschrift von und für Menschen, die kritisch denken, aber nicht zynisch werden wollen, die fromm sind, aber nicht dogmatisch, und denen Frieden und Gerechtigkeit immer noch am Herzen liegen. Wo gibt es das sonst? Ich bin jedenfalls froh, dass ich gerade hier Journalistin sein kann.

KURZBIOGRAFIE: Andrea Teupke, geb. 1963, bis Dezember 2013 Publik-Forum-Redakteurin mit den Themenschwerpunkten Familie, Bildung und Erziehung, leitet seit Dezember 2013 das neu gegründete Ressort »Leben und Kultur«. Studium der Skandinavistik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt am Main. Freie Journalistin, unter anderem für den Hessischen Rundfunk sowie für diverse Zeitschriften. Seit 2002 bei Publik-Forum.