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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Alexander Schwabe

Beschreiben, analysieren, Vorschläge machen – Journalismus ist wie das Leben selbst.

Aufgewachsen in der Kargheit und Abgeschiedenheit der Schwäbischen Alb, war die Zeitung das erste Fenster zur Welt. Mittags zwischen den Schulstunden verschlang ich das lokale Blatt, spät abends über die Wochentage verteilt Die Zeit. Nach dem Abitur wollte ich Journalist werden, ein Bekannter meines Vaters – Redakteur bei der Stuttgarter Zeitung – riet mir, erst zu studieren, um später einmal über den Lokaljournalismus hinauszukommen. Obwohl nicht sonderlich fromm, studierte ich mit großem Interesse evangelische Theologie. Hier wurden die radikalsten Fragen über das Lebens gestellt. Besonders faszinierte mich aber die Theologie des Jesuiten Karl Rahner. In ihr sah ich die religiöse Frage nach Gott mit einem modernen, säkularen Weltempfinden verknüpft.

Die berufliche Laufbahn entfernte mich von der Theologie. Fast zwanzig Jahre lang war ich hauptsächlich im politischen Journalismus unterwegs: für Spiegel Online häufig auch zur Berichterstattung im Ausland, bei Zeit Online zuständig für die Homepage. Dann hieß es: back to the roots. Ich wollte weg vom schnelllebigen Online-Journalismus, thematisch mehr in die Tiefe gehen und mehr schreiben. Während eines Indien-Aufenthalts stieß ich auf die Anzeige der beim Herder-Verlag herausgegebenen Wochenzeitschrift Christ in der Gegenwart. Es war eine gute Möglichkeit, mein journalistisches Handwerkszeug mit den ursprünglichen Interessen an Theologie, Geschichte und Philosophie zu verbinden.

Bei Publik-Forum liegt mein Schwerpunkt zwar wieder auf politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, doch ausgehend von einer theologischen und ethischen Basis. Ich halte das Christentum in seinem Kern – bei allen Schwierigkeiten im Einzelnen – für höchst relevant, weil es um die Grundfragen des Lebens, die sogenannten letzten Fragen, geht. Die Geschichte entpuppt sich nahezu täglich als schmutziges Geschäft. Da ist es ratsam, fundamentale Alternativen zu gängigen Welterklärungsmodellen starkzumachen auf Grundlage der christlichen Botschaft in einer hoffentlich zeitgemäßen, wirklichkeitserschließenden Interpretation.

KURZBIOGRAFIE: Alexander Schwabe, geboren 1964, studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau und Tübingen. Seine Auswärtssemester verbrachte er an der Katholischen Fakultät Innsbruck. Nach dem Studium volontierte er beim Reutlinger General-Anzeiger, anschließend war er Redakteur bei den Stuttgarter Nachrichten. Acht Jahre war er Redakteur bei Spiegel Online in Hamburg, danach sieben Jahre Chef vom Dienst bei Zeit Online in Berlin. Zwei Jahre war er Redakteur bei der Wochenzeitschrift Christ in der Gegenwart in Freiburg. Seit April 2018 ist er Ressortleiter Politik und Gesellschaft bei Publik-Forum.

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