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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2022
Der Inhalt:
Religion & Kirchen

Alltag im Krieg
»Mein Platz ist hier«

von Katharina Müller-Güldemeister vom 03.04.2022
Die ukrainische Künstlerin Olia Fedorova (28) lebt mit ihrem Freund und zwei Katzen in Charkiw. Trotz täglicher Bombenangriffe will sie bleiben.
Zwischen Molotowcocktails und Hochzeitsplänen: Künstlerin Olia Fedorova (Foto: privat)
Zwischen Molotowcocktails und Hochzeitsplänen: Künstlerin Olia Fedorova (Foto: privat)
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Ich werde ständig gefragt, warum ich nicht gehe. Ich lebe in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, die rund 1,5 Millionen Einwohner hat und etwa vierzig Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt. Ich bin Performance-Künstlerin, außerdem arbeite ich als Webdesignerin für ein Unternehmen in Israel. Mein Freund Hlib ist Designer, wir wohnen mit unseren zwei Katzen in einer Mietwohnung.

Seit der Invasion gibt es etwa ein Dutzend Mal Alarm am Tag, in den vergangenen Tagen ist es mehr geworden. Als Folge der Bombenangriffe waren wir einmal vom Strom abgeschnitten. Die russische Armee greift uns mit Artillerie und Kampfflugzeugen an und zielt auf Wohnhäuser, Kraftwerke, Krankenhäuser, Schulen und Transportdepots. Wir Hiergebliebenen versuchen, in unseren Wohnungen zu schlafen, wenn wir

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