Hoffnung für die Stadt
Die sozialistische Stadt, von Stalin befohlen und von Wladiwostok bis Berlin, von Riga bis Bukarest gebaut, ist gescheitert. Die Reste der öden, menschenfeindlichen Plattenbau-Vorstädte sind noch zu besichtigen. Welches Schicksal hat die kapitalistische Stadt, mit der wir es weltweit zu tun haben? Um die kapitalistische Stadt mit ihren ungeahnten Möglichkeiten zu demokratisieren, brauchen wir Zukunftsaussichten: »Wo es keine Visionen mehr gibt, verdirbt das Volk« (Sprüche 29, 18). Denn wenn die Hoffnungen sterben, erlahmt auch der Widerstand der Bürger gegen das Unrecht und die Gewalt.
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Der Beitrag ist eine gekürzte Fassung des Aufsatzes »Ist die Stadt ein Ort der Hoffnung?« Er ist dem neu erschienenen Aufsatzband »Hoffen und Denken« entnommen (Neukirchener Verlag. Neukirchen-Vluyn 2016, S. 55-64). Darin finden sich Aufsätze über die ökologische Reformation der christlichen Theologie, über philosophische und religiöse Wurzeln der »Theologie der Hoffnung« und über Weggefährtinnen und Weggefährten Moltmanns. Das Buch ist auch über den Publik-Forum-Shop erhältlich, Best.-Nr. 1699.
