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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2022
Die Kraft der Schwarzmalerei
Die Zukunft ist ungewiss, aber es kann helfen, mit dem Schlimmsten zu
Der Inhalt:

Katholizismus
Die Kirche in mir selbst

von Matthias Drobinski vom 08.06.2022
Wo lebt der Katholizismus, wenn die Institution schwierig, gar peinlich geworden ist? Der Katholikentag zeigt: im Fühlen. Ein persönlicher Rückblick.
Gutes Gefühl: Viele Gläubige suchten in Stuttgart Ermutigung(Foto: Katholikentag / Fabian Weiss)
Gutes Gefühl: Viele Gläubige suchten in Stuttgart Ermutigung(Foto: Katholikentag / Fabian Weiss)
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Es geht ums Leben, ums geistliche Leben. Matthias Sellmann steht im roten Schummerlicht auf der Bühne des Jugendhauses Mitte, das Mikrofon in der Hand. »Was macht das Christsein aus?«, fragt er ins Publikum. Und gibt dann die Antwort: nicht das Ja zu Dogmen, nicht der Vollzug einer Moral oder die Mitgliedschaft in einer Kirche. Christsein ist eine eigene Form der Lebensklugheit, sagt Professor Sellmann, katholischer Pastoraltheologe an der Ruhr-Uni Bochum. Diese Klugheit nimmt die Realität wahr, entwickelt einen Sinn fürs Mögliche, gewinnt Kraft für die Wandlung. Geistlich leben heißt also: frei leben, sozial offen, politisch aktiv. Es ist eine Lebensübung: »immer weniger wegrennen, die eigenen Grenzen übersteigen, Kraft von außen aufnehmen«.

Mag sein, dass der Katholikentag in Stuttgart ein Tre

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Georg Lechner
09.06.202216:46
Die Möglichkeiten, dass Menschen in Berührung mit dem Gott ihres Lebens kommen, gibt es wohl auch bei undoktrinärem Glauben. Zumindest hat Publik-Forum immer auch wieder Beispiele gebracht, wo Personen mit ihrer Lebenspraxis bei anderen Menschen die Frage nach dem "Dahinter" geweckt haben.