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Weihnachten
Notwendige Zumutung

Am Tannenbaum geht es oft heiß her, wenn unterschiedliche Weltsichten aufeinandertreffen. Ein Appell, sich den heiklen Themen trotzdem zu stellen.
von Constantin Wißmann vom 23.12.2025
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An Weihnachten stoßen viele Gegensätze aufeinander (Zeichnung: PA / Die Kleinert / Ralf Boehme)
An Weihnachten stoßen viele Gegensätze aufeinander (Zeichnung: PA / Die Kleinert / Ralf Boehme)

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Weihnachten ist das Fest der Nähe – und zugleich das Fest der Zumutung. Wir sitzen an langen Tafeln, zwischen Kerzenlicht und Bratenduft, und plötzlich kommt nicht nur die Ente, sondern auch Politik auf den Tisch. Da kann es schnell ungemütlich werden, wenn der Onkel davon spricht, dass er nun doch überlege, die AfD zu wählen. Oder die Tante Verschwörungstheorien nachplappert.

Die Versuchung ist groß, solche Gespräche zu vermeiden. Viele Ratgeber sagen, man solle heiklen Diskussionen etwa über Migration oder Klimapolitik lieber ganz aus dem Weg gehen, den Onkel halt reden lassen und nichts dazu sagen. Oder gar nicht erst mit ihm feiern. Das ist verständlich. Aber es ist auch arg bequem. Es macht den heiligen Geist des Weihnachtsfests zu einem faulen Zauber.

Denn unsere D

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Hans-Ulrich Wrege 30.01.2026:
Constantin Wißmanns Artikel »Notwendige Zumutung« ist in vollem Umfang zuzustimmen. Nur durch Reden, Zuhören und aufeinander Zugehen kommen wir weiter. Reflexartig und vom hohen Ross die andere Position für moralisch unvertretbar zu halten, bringt nicht weiter. Wir müssen auch den einen oder anderen Punkt der Gegenseite annehmen, Dinge anerkennen, die wir nicht gerne hören, und gemeinsame Lösungen finden. Demokratie und Gesellschaft leben vom Kompromiss und dem Miteinander.

Karin G. Fritzsche 30.01.2026:
Am Ende des ersten Absatzes bin ich hängen geblieben: Kommt mir da – aus den Tiefen des Unbewussten – ein sehr traditionelles Männer- und Frauenbild entgegen? Der Onkel »spricht« und »überlegt«, die Tante »plappert nach«. Wenn Sie wüssten, wie viele männliche Vertreter von Verschwörungstheorien mir begegnen! Folgerichtig ist im weiteren Text auch nur noch vom Onkel die Rede. Es wäre ebenso einfach wie Aufmerksamkeit generierend gewesen, das beides einfach mal umzudrehen!

Christian Messner 22.12.2025, 08:29 Uhr:
"Grenzen zu setzen ist legitim, manchmal notwendig" - "Rassismus bleibt Rassismus"
Wie aber setzt man in diesem Beispiel Grenzen und hält den Raum für den weiteren Austausch dennoch offen?
Beziehungsabbruch setzt die Chancen für Wandel auf 0. Gesprächsabbruch hilft allenfalls vorübergehend zum eigenen Schutz vor Überforderung.
Also: wie geht ihr mit so einer Situation um?

Georg Lechner 19.12.2025, 15:14 Uhr:
Ich bin der Ansicht, dass Meinungsverschiedenheiten sofort angesprochen werden sollten und nicht erst zu Weihnachten. Zur Erklärung: Ich bin auch zu Weihnachten nur mit den Verwandten und Bekannten beisammen, mit denen ich auch während des Jahres Kontakt habe. Manch andere treffe ich nur bei Begräbnissen (bin selbst 74).
Ansonsten stimme ich Herrn Wißmann zu.

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