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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2023
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Wagner-Gruppe
Krieger ohne Regeln

Söldner hat es schon immer gegeben. Doch Privat-Armeen wie die Wagner-Gruppe sind fast gar nicht reguliert. Schuld daran sind auch die USA. Ein Kommentar.
von Constantin Wißmann vom 04.07.2023
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Soldaten der Wagner-Gruppe im ukrainischen Bachmut (Foto: Imago/Valentin Sprinchak)
Soldaten der Wagner-Gruppe im ukrainischen Bachmut (Foto: Imago/Valentin Sprinchak)
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Ein Bonmot über Söldner lautet, dass sie sich mit Prostituierten darüber streiten, wer von beiden das älteste Gewerbe der Welt betreibe. Man kennt aus der Geschichte Wallensteins mährische Armee, die Schweizer Garde oder die französische Fremdenlegion. Mitglieder der Wagner-Gruppe, die im Ukrainekrieg erst an Russlands Seite kämpften und dann die russische Armee bedrohten, sind aber gar keine Söldner. Sie sind etwas, für das es bezeichnenderweise nur einen englischen Begriff gibt: Private military contractors, kurz PMCs. Diese wurden bisher vor allem von den USA eingesetzt in den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Sogenannte Sicherheitsunternehmen wie Blackwater (heute Academi) und DynCorp übernahmen dort viele eigentlich militärische Aufgaben. Der Vorteil für die staatlichen Auftraggeber: PMCs sind günstiger u

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Georg Lechner 08.07.2023, 12:38 Uhr:
Bei der üblichen Lernresistenz westlicher Staaten aus machtpolitischer Blindheit bin ich hinsichtlich des letzten Satzes mehr als skeptisch.
Freilich wäre es wünschenswert, dass die fehlende Regulierung kommt - und dazu auch ein wirksames (massiv sanktionsbewehrtes) Verbot des Einsatzes in (Angriffs-)Kriegen. Wird aber wohl nur ein Wunschtraum bleiben - wie auch die Abschaffung des Veto-Rechts der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates, von denen vier sich bereits der Verletzung von Art. 42 der UNO-Charta schuldig gemacht haben. Es wäre hoch an der Zeit, die Verantwortlichen vor ein Kriegsverbrechertribunal zu stellen und so den fünften abzuhalten, als Nachahmungstäter zu fungieren.

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