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Wer malt, frevelt

Zwischen asketischem Bilderverbot und engagierter Bildersuche: Nicht nur im Islam gibt es einen langen Streit darüber, was Kunst zeigen darf – bis in die Gegenwart
von Tim Schleider vom 30.01.2015
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Die Frage nach der Rolle von Bildern spielt nicht nur im Islam eine Rolle. Auch Juden und Christen haben zu verschiedenen Zeiten darüber erbitterte Debatten und Kämpfe geführt. (Foto: istockphoto/ninell_art)
Die Frage nach der Rolle von Bildern spielt nicht nur im Islam eine Rolle. Auch Juden und Christen haben zu verschiedenen Zeiten darüber erbitterte Debatten und Kämpfe geführt. (Foto: istockphoto/ninell_art)

Wie gut verträgt sich die moderne westliche Gesellschaft mit der islamischen Religion? Darüber wird derzeit heftig diskutiert. Ein Schlagwort, das dabei oft fällt und einen tiefen Graben zwischen den Lagern markieren soll, ist das »islamische Bilderverbot«. Und tatsächlich, just die erste Ausgabe des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo nach dem Terroranschlag, die auf ihrer Titelseite einen weinenden Propheten zeigte, führte den Gegensatz deutlich vor Augen: auf der einen Seite lange Käuferschlangen an den Zeitungskiosken, auf der anderen Seite empörte Proteste über die erneute Missachtung des »heiligen Gebotes«, den Propheten Mohammed nicht im Bild zu zeigen.

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Schlagwörter: Gesellschaft Islam Kunst Religion
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