Wer malt, frevelt
Wie gut verträgt sich die moderne westliche Gesellschaft mit der islamischen Religion? Darüber wird derzeit heftig diskutiert. Ein Schlagwort, das dabei oft fällt und einen tiefen Graben zwischen den Lagern markieren soll, ist das »islamische Bilderverbot«. Und tatsächlich, just die erste Ausgabe des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo nach dem Terroranschlag, die auf ihrer Titelseite einen weinenden Propheten zeigte, führte den Gegensatz deutlich vor Augen: auf der einen Seite lange Käuferschlangen an den Zeitungskiosken, auf der anderen Seite empörte Proteste über die erneute Missachtung des »heiligen Gebotes«, den Propheten Mohammed nicht im Bild zu zeigen.
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