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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2015
Hat Hass eine Religion?
Die perfide Taktik des islamistischen Terrors
Der Inhalt:

Erschöpftes Abendland

von Brigitte Neumann vom 30.01.2015
Michel Houellebecqs neuer Roman »Unterwerfung« ist nicht islamfeindlich, sondern nur abgrundtief pessimistisch
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Die Bezeichnung Provokateur wäre nicht treffend. Er ist auch kein Satiriker, wie etliche Journalisten meinen – vielleicht wegen seines Hangs zu grotesken Szenen. Oder weil man ihn jetzt immer im Zusammenhang mit der Satirezeitschrift Charlie Hebdo nennt. Nein, Michel Houellebecq ist eher ein schonungslos ehrlicher Autor.

Sein Ehrgeiz: Den hässlichen Kern der Wirklichkeit unter allerlei Schmuck, Schminke und Plunder herausschälen und so grell ausleuchten, dass es wehtut. Im Zentrum seiner Geschichten stünden stets Figuren, die ihm selbst ähnelten, sagt er in Interviews. Seine Ehrlichkeit hat also auch etwas von einer Selbstpreisgabe.

Der typische Romanheld Houellebecqs leidet unter Fußpilz, Sexsucht und Selbstverachtung sowie unter metaphysisch