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Unterschreiben für den Papst

Eine Online-Petition will Franziskus stärken. Steht es so schlimm um ihn?
Papst oder Superman? Vielleicht ist »unser Mann in Rom« beides? Der Wiener Theologe Paul Michael Zulehner (rechts) hat eine Online-Aktion für Franziskus gestartet, um dessen Kritikern Paroli zu bieten. (Fotos: kna/Romano Siciliani; pa/Franz Gruber)
Papst oder Superman? Vielleicht ist »unser Mann in Rom« beides? Der Wiener Theologe Paul Michael Zulehner (rechts) hat eine Online-Aktion für Franziskus gestartet, um dessen Kritikern Paroli zu bieten. (Fotos: kna/Romano Siciliani; pa/Franz Gruber)

Wenn Katholiken dem Papst versichern, dass sie dankbar für seine »mutige und theologisch wohl begründete Amtsführung« sind, und ihn zugleich per Unterschrift bitten, von seinem »eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen«, hat dies – wie man im Badischen sagt – ein »Gschmäckle«. In solchen Formulierungen mischen sich huldvolle Ergebenheitsadressen mit kirchenpolitischem Interesse. Es klingt wie Einflüsterung bei Hofe.

Dennoch haben die von dem Wiener Pastoraltheologen Paul Michael Zulehner und dem Prager Religionsphilosophen Tomas Halik verfasste Online-Petition »Pro Pope Francis« allein in einer Woche mehr als 23 000 Personen unterzeichnet. Darunter viele angesehene und kritisch-nachdenkliche Katholiken, die über den Verdacht der Schmeichelei und Strippenzieherei erhaben sind. Das lässt aufhorchen. Denn es zeigt, dass die Gräben in der Kirche tiefer sind als vermutet. Man kann die Kleingruppe der reaktionären Altk