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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2020
Machtlos mächtig
Von Gandhi bis Belarus: Wann ist gewaltfreier Widerstand erfolgreich?
Der Inhalt:

Taktik statt Transparenz

von Christoph Fleischmann vom 03.11.2020
Spektakuläre Kehrtwende in Köln: Kardinal Woelki trennt sich von der Kanzlei, die mit der Aufklärung von Fällen sexueller Gewalt im Erzbistum beauftragt war. Christen sind empört. Sie fordern: #rausmitderakte.
Kleriker unter sich. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg, und Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln (Foto: pa/Gambarini)
Kleriker unter sich. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg, und Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln (Foto: pa/Gambarini)

Pfarrer U. habe im Generalvikariat »alles erzählt«, heißt es in einer Aktennotiz vom 3. November 2010 aus dem Erzbistum Köln, die die Bild-Zeitung jüngst veröffentlichte. Und weiter: »Es sollte über dieses Gespräch jedoch bewusst kein Protokoll angefertigt werden, weil befürchtet wurde, dass dies dann beschlagnahmefähig wäre. Aus diesem Grund sollten nur handschriftliche Notizen existieren, die notfalls vernichtet werden könnten. Herr Prälat Dr. Heße gibt zu diesem Vorgehen sein Einverständnis.«

Pfarrer U. war 2010 wegen sexuellen Missbrauchs an einer Nichte angezeigt worden, die Staatsanwaltschaft ermittelte. Die Anzeige wurde aber auf familiären Druck zurückgezogen. So stellte auch die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein, U. arbeitete nach einer Beurlaubung weiter als Krankenhausseelsorger. Nun steht sein Fall

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Georg Lechner
19.11.202018:42
Wenn Woelki und Heße nicht von selbst zurücktreten, wird sich das in einer Steigerung der Kirchenaustritte niederschlagen.
Bernd Brückmann
06.11.202013:32
Die Forderung #rausmitderakte ist m.E. noch milde ausgedrückt.
Mehrere der Herren sollten Ihren Rücktritt anbieten!
Winfried Borm
03.11.202013:28
Auch Herr Woelki hat nichts dazu gelernt, er benimmt sich wie der Vorstand eines schlechten Aktien-Unternehmens. Es ist relativ einfach vorherzusagen was so ein Verhalten für die Kath. Kirche mittelfristig bedeutet.
Herr Woelki ist ja u. a. auch sehr bemüht, Reformansätze, wie den Synodalen-Prozess, zu verhindern. Es passt eins zum anderen. Und solche Leute wollen wir nicht mehr unterstützen.