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Hungerstreik
Unter Einsatz ihres Lebens

In Berlin hungern junge Aktivisten, um eine bessere Klimaschutzpolitik zu erzwingen. Sie sehen das nicht als Erpressung, sondern als letztes Mittel des Protests. Ihre Kräfte schwinden, ihr Wille offenbar nicht.
von Katharina Müller-Güldemeister vom 22.09.2021
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Geschwächt vom Hungerstreik: Henning Jeschke versucht, sich warm zu halten (Foto: Müller-Güldemeister)
Geschwächt vom Hungerstreik: Henning Jeschke versucht, sich warm zu halten (Foto: Müller-Güldemeister)

Ab hier bitte Test oder Maske. Hungerstreiken schwächt das Immunsystem«, steht auf einem Schild vor den Zelten. Junge Klimaaktivisten haben sie zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Kanzleramt auf einer Wiese aufgeschlagen. Am 30. August sind sieben von ihnen in Hungerstreik getreten. An Tag 21 streiken noch immer vier. Einer ist der 21 Jahre alte Henning Jeschke. »Wir sind in den Hungerstreik getreten, weil wir uns in einem Notfall befinden«, sagt er. Er sitzt auf einer Matratze in einem der größeren Zelte, trägt eine dicke Mütze und einen Schal, damit er nicht unnötig Energie verliert. Sein Körper ist in einer Bettdecke eingewickelt. Neben ihm liegt der 27-jährige Jacob Heinze, der schon einmal kollabiert ist. Trotzdem will er weitermachen.

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