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Careleaver
»Ich hatte Glück«

Veronika Gräwe (30) kämpft gegen Barrieren, die Heimkindern den Weg in die Selbstständigkeit erschweren. Sie weiß, wie schwer es Jugendliche haben, die die die stationäre Jugendhilfe verlassen. In ihrer Jugend hat sie selbst in einer betreuten Gruppe gewohnt.
von Christin Lesker vom 27.09.2021
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Einander kennenlernen: Bei einem Treffen des Vereins Careleaver in Bremen sollen die Teilnehmenden bei einer Stadtrallye die Bremer Stadtmusikanten nachstellen (Foto: Careleaver/Martin Bockhacker)
Einander kennenlernen: Bei einem Treffen des Vereins Careleaver in Bremen sollen die Teilnehmenden bei einer Stadtrallye die Bremer Stadtmusikanten nachstellen (Foto: Careleaver/Martin Bockhacker)

Ich bin Careleaverin. Das Wort kommt aus dem Englischen und bezeichnet Jugendliche, die die stationäre Jugendhilfe verlassen oder verlassen haben. Einen Teil meiner Jugend habe ich in einer Wohngruppe und später im betreuten Einzelwohnen verbracht. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass ich massiv Ungerechtigkeit erlebe. Hatte ich einen Job, musste ich 75 Prozent des Lohns ans Jugendamt abgeben. Sozusagen als Entschädigung für die Kosten, die ich verursachte. Ständig wurde mir gesagt, dass ich teuer bin. Dazu kommt das Stigma, dass Heimkinder als asozial gelten. Aus denen werde eh nichts.

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