Zur mobilen Webseite zurückkehren

Wenn die Kirche ernst macht

Eine Pfarrei im Bistum Passau fordert von Landwirten, die Kirchenland gepachtet haben, mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das führt zu Konflikten
von Hannelore Summer vom 06.04.2020
Artikel vorlesen lassen
Kirchenland: Viele Pfarreien, hier die Kirche in Bad Birnbach, verpachten Wiesen und Felder an Bauern (Foto:pa/Kreder)
Kirchenland: Viele Pfarreien, hier die Kirche in Bad Birnbach, verpachten Wiesen und Felder an Bauern (Foto:pa/Kreder)

Dass es so kompliziert werden würde, hatte Günther Putz nicht erwartet. Und dass er von anderen Landwirten für seine Ideen so angefeindet würde, auch nicht. Dabei hatte der Pfarrgemeinderat und Umweltbeauftragte der katholischen Pfarrei Aholming in Niederbayern einfach ernst machen wollen mit der Verantwortung für die Schöpfung. Sorgsam mit »unserer Schwester, Mutter Erde« umgehen, wie es Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si, gefordert hatte – das wollte die Pfarrei beherzigen. Sie beschloss, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und startete ein sogenanntes kirchliches Umweltmanagement. Günther Putz wurde zum Umweltbeauftragten der Pfarrei ernannt und fand viele Ansatzpunkte: Im Kindergarten zog es, die Temperatur in der Kirche wurde diskutiert, die Sorge um die Schöpfung sollte zum Leitfaden aller Gemeindeaktivitäten werden.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0