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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2016
Gott suchen in Auschwitz?
Eine Begegnung mit Überlebenden
Der Inhalt:

Rechtsextremismus und Sonntagsreden

In Sachsen gibt es so viele Anfeindungen von Flüchtlingen wie in kaum einem anderen Bundesland. Was ist dort los?, fragt sich die Republik. Brandenburg zeigt, wie es besser geht

Wir hatten den Kanal gestrichen voll«, sagt Sebastian Reißig. Damit meint der 38-Jährige die rechtsextremen Vorfälle in Sachsen. Für den gelernten Maler und Lackierer Grund genug, mit drei Freunden die Aktion Zivilcourage in Pirna ins Leben zu rufen. Das war 1998. Inzwischen ist der Verein der größte Anbieter von jugendkulturellen Veranstaltungen im gesamten Landkreis Sächsische Schweiz. Und damit eine starke zivilgesellschaftliche Kraft gegen rechts. Erledigt aber hat sich nichts. Im Gegenteil: Die Aktion Zivilcourage ist wichtiger denn je und für viele hier der letzte Strohhalm.

So war das auch bei den Ausschreitungen gegen die Flüchtlingsunterkunft im nahe gelegenen Heidenau. »Wir haben gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Helferaufruf für die Flüchtlinge gestartet«, sagt Re