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Ohne Hoffnung keine Zukunft

von Bettina Röder, Barbara Tambour vom 14.01.2016
Der aktuellen Resignation zum Trotz: Menschen stehen immer wieder auf. Sie verändern, streiten und leben für eine gerechtere Zukunft. Was treibt sie an, was ist das Geheimnis ihrer Hoffnung? Die Titelgeschichte im neuen Publik-Forum
Blick durch ein Fenster auf einen Regenbogen: Die guten Nachrichten werden gerne übersehen oder von den Medien nicht weitergegeben. Dabei gibt es weltweit viele positive Entwicklungen (Foto: istockphoto/olhainsight)
Blick durch ein Fenster auf einen Regenbogen: Die guten Nachrichten werden gerne übersehen oder von den Medien nicht weitergegeben. Dabei gibt es weltweit viele positive Entwicklungen (Foto: istockphoto/olhainsight)

Es ist schon paradox: Da kommen Menschen aus Syrien, Somalia und dem Irak nach Deutschland, mit nichts als der Hoffnung im Gepäck, dem Krieg zu entfliehen und in Europa ein besseres Leben zu finden. Und dann treffen sie im reichen Deutschland Menschen, die oft wenig Hoffnung haben. »Zukunft wird als Problem wahrgenommen«, erläutert der Schweizer Zukunftsexperte Andreas M. Walker. »Die meisten Menschen glauben, dass wir in der bestmöglichen aller Zeiten leben. Also wird viel investiert in die Stabilität der Gegenwart, damit alles so bleibt, wie es ist.« »German Angst« regiert offensichtlich das Land, nicht der Wunsch, etwas zu verändern und die Zukunft zu gestalten.

Die Hoffnungslosigkeit hat Gründe. Die große sozialistische Hoffnung hat sich erledigt, und der übrig gebliebene Kapitalismus mit seinem Wachstumscredo kann einem schon Angst machen. Wer dann noch die Zeitung aufschlägt oder die Fernsehnachrichten anschaut, kann fast nicht anders, als tiefe Besorgnis zu hegen angesichts von Terrorismus, Kriegen, Flüchtlingen, Übergriffen auf Frauen, Klimawandel …

Das Hoffnungsvolle wird dabei gerne übersehen: Der materielle Wohlstand im deutschsprachigen Raum ist enorm, die Lebenszeit lang, die technischen Möglichkeiten so groß wie nie und die demokratische Mitbestimmung nicht unerheblich. Auch weltweit gibt es gute Nachrichten: Die Kindersterblichkeit ist deutlich gesunken, die Zahl der Analphabeten nimmt weltweit ab, Ebola in Westafrika ist besiegt, der Iran atomwaffenfrei. Und in Deutschland kommt schon jed

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