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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2022
Der Inhalt:

Krieg in der Ukraine
»Putin hat sein Pulver noch nicht verschossen«

von Ludwig Greven vom 27.08.2022
Solange die Ukraine und Russland beide glauben, der anderen Seite schaden zu können, werden sie nicht einlenken, sagt der Friedensforscher Thorsten Gromes im Interview. Die Ukraine aber nicht mehr militärisch zu unterstützen, wäre fatal.
Eroberter russischer Panzer in Kiew: »Die Verhandlungsbereitschaft der Ukraine ist gesunken«, sagt Thorsten Gromes(Foto: PA/DPA/Ulf Mauder)
Eroberter russischer Panzer in Kiew: »Die Verhandlungsbereitschaft der Ukraine ist gesunken«, sagt Thorsten Gromes(Foto: PA/DPA/Ulf Mauder)
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Publik-Forum: Herr Gromes, Russland führt seit einem halben Jahr Krieg gegen die Ukraine, im Donbass sogar schon seit acht Jahren. Ist ein Ende in Sicht?

Thorsten Gromes: Das lässt sich seriös nicht prognostizieren. Ich sehe nicht, dass Wladimir Putin glaubt, er habe sein Pulver verschossen. Er wird vermutlich zumindest schauen wollen, wie sich eine Gasknappheit im Winter auf die Bereitschaft im Westen auswirkt, die Ukraine zu unterstützen. Er könnte natürlich morgen anordnen, den Krieg zu beenden, aber das ist unrealistisch.

Obwohl der Krieg jetzt schon Russland massiv geschadet und viele Opfer gekostet hat?

Gromes: Viele Erfahrungen zeigen: Solange eine Seite glaubt, der anderen s

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Gerhard Loettel
23.09.2022
Da bin ich doch zweimal enttäuscht. Einmal über Publik-Forum selbst wegen solch einem traurigen, hoffnungslosen Artikel, und dann über den Autor, der in der Friedensforschung tätig sein soll. Was ist bei ihm denn Friedensprozessforschung, wenn er sagt: »Die Waffenlieferungen sollen dazu beitragen, die Durchhaltefähigkeit der Ukraine zu stärken und die Kosten der Aggression aufseiten Russlands zu erhöhen.« Das ist keine Friedenslogik, sondern ausgesprochene Kriegsrhetorik. Da wird unbeachtet gelassen, welche unheimlichen Gefahren – bis zum atomaren Weltkrieg – die Folge sein könnten. Viel mehr wünschte ich mir, dass Publik-Forum andere Friedensforscher und Friedensinitiativen zu Wort kommen lässt, die neues Friedensdenken im Angebot haben.
Hans Flory
23.09.2022
Ich habe mir von einem Friedensforscher bessere Antworten vorgestellt als die von Thorsten Gromes. In einer Demokratie müssen mindestens vier Systeme stabil sein. Wirtschaft, Werte, demokratische Politik und Kultur. Leider hat dabei die Wirtschaft immer eine Übermacht. Als die Sowjetunion zusammenbrach, konnte die westliche Wirtschaft den Osten ungehindert überrollen. Leider transportiert die Wirtschaft keine Werte, sondern zwingt dem Schwachen ihre Bedingungen auf. Der Osten fühlte sich überrumpelt vom gut funktionierenden kapitalistischen Westen. Russland, Polen und Ungarn, einst offen für die westlichen Werte, fühlten sich bald als Satellitenstaaten behandelt und wehrten sich mit autoritären Methoden, weil ihre demokratischen Strukturen instabil waren. Hier könnte man viel aus der Geschichte der Weimarer Republik lernen. Und was machen wir jetzt gegen Russland? Wir setzen wieder auf die Macht des Kapitals durch Wirtschaftssanktionen. Ein Friedensforscher müsste mit der Selbstkritik des eigenen Systems beginnen und dann beschreiben, wie wichtig es wäre, die zügellose Wirtschaft an die Wertekandare zu binden.