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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2019
Was ist heilig?
Der Inhalt:

Die mit dem Drachen kämpft

Laura Kövesi leitete in Bukarest die Anti-Korruptionsbehörde. Nun hat sie gute Chancen, neue europäische Chefanklägerin zu werden. Wer ist die Frau, die in ihrer Heimat Rumänien von einigen verehrt, von anderen gehasst wird?
Laura Kövesi: Die Juristin hat viele Korruptionsfälle in Rumänien aufgedeckt, nun tut die rumänische Regierung alles, um ihren Wechsel zur EU zu verhindern (Foto: DANIEL MIHAILESCU/AFP/Getty Images)
Laura Kövesi: Die Juristin hat viele Korruptionsfälle in Rumänien aufgedeckt, nun tut die rumänische Regierung alles, um ihren Wechsel zur EU zu verhindern (Foto: DANIEL MIHAILESCU/AFP/Getty Images)

Ankle Breaker heißt es im Basketball, wenn der Angreifer mit Ball den Verteidiger durch eine schnelle Bewegung ins Straucheln oder sogar zu Fall bringt. Laura Kövesi beherrscht diese Technik gut; in ihrer Jugend war die 1,83-Meter-Frau Profi-Basketballspielerin. Später hat sie als Leiterin der obersten Anti-Korruptionsbehörde in Rumänien viele Verteidiger ins Straucheln gebracht – Verteidiger der alten Tradition, nach der eine Hand die andere wäscht und Politiker ihren Verwandten, Freunden und Geschäftspartnern Jobs oder Geld zuschieben. Damit müsse Schluss sein, befand die Juristin – und sagte der Korruption den Kampf an. Zimperlich war sie dabei nicht: Zwei ehemalige Premierminister, zwei Vizepremiers, elf amtierende und ehemalige Minister, fünfzig Abgeordnete und etliche lokale Bürgermeister brachte sie vor Gericht. Selbst den Mann, der Kövesi zur Leiterin der An