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Elisa Rheinheimer-Chabbi

»Es gibt keine Fremden, nur Freunde, die du noch nicht kennengelernt hast.« Dieses Zitat begleitet mich im Leben und sagt viel über mich aus: Begegnungen mit Menschen faszinieren mich und sind einer der vielen Gründe, weshalb ich schon als Jugendliche Journalistin werden wollte

Meine Geschichten wollte ich mit der Welt teilen. Geschichten wie die des Pfarrers in Rio de Janeiro, der in einer Favela von Gott spricht. Geschichten von einem gleichgeschlechtlichen Paar mit Kind. Geschichten von den Erinnerungen italienischer Gastarbeiter. Oder von dem Schauspieler-Ehepaar aus Prag, das zu Zeiten des Kalten Krieges über die Grenze flüchtete und heute in Wiesbaden ein »Schwarzes Theater« betreibt.

Meine journalistische Laufbahn begann nicht gleich mit der großen, weiten Welt, sondern zunächst bei der Lokalzeitung, wo ich über eher kleinere Themen wie die örtliche Müllverbrennungsanlage berichtete. Als ich mit 16 für ein Jahr als Austauschschülerin nach Kanada ging und dort »in the middle of nowhere« auf einer Farm lebte, schrieb ich auch darüber im Lokalblatt meines Heimatortes. Damit war meine Begeisterung für den Journalismus geweckt und meinen Traum, eine »richtige« Journalistin zu werden, konnte mir keiner mehr ausreden – auch nicht die Warnungen, gerade im Printbereich ginge es doch den Bach herunter. Da war ich ziemlich hartnäckig: Ich werde Journalistin, Punkt. Mit meinem Volontariat bei Publik-Forum ging – Achtung, jetzt wird’s kitschig! – mein Traum in Erfüllung. Seit Januar 2016 bin ich Redakteurin im Politik-Ressort: Das ist eine wunderbare Bestätigung für mich, dass Journalismus eben doch eine Zukunft hat – und mir eine Zukunft gibt.

Besonders wichtig in meinem Leben sind mir meine Reisen und Auslandsaufenthalte: Ob als Aupair-Mädchen in Griechenland, als Freiwillige auf einer Farm in Südfrankreich, als Erasmus-Studentin in Italien oder als abenteuerlustige Reisende auf einem Wüsten-Trail auf Pferden in der Sahara: Das Unterwegs-Sein macht einen bedeutenden Teil meines Lebens und meiner Persönlichkeit aus. Während einer sechsmonatigen Weltreise, die ich nach dem Abitur unternahm, lernte ich nicht nur fremde Menschen und Kulturen kennen, sondern auch eine andere Seite an mir selbst.

Neben dem Reisen und Schreiben brenne ich für Europa. Das habe ich studiert, und das habe ich gelebt: Während meiner Studienzeit war ich bei der europäischen Studentenvereinigung AEGEE engagiert und hatte die Möglichkeit, an europäischen Trainingskursen von der Türkei bis Lettland teilzunehmen, aber auch, mich aktiv als Präsidentin der Lokalgruppe Passau einzubringen. In diesem Rahmen habe ich Podiumsdiskussionen, interkulturelle Abende, Gesprächskreise und eine Konferenz zum Thema »Social Business« organisiert.

Die Freude am Organisieren solcher Veranstaltungen ließ trotz Uni-Stress nicht nach. So habe ich mich in Berlin gleich ins nächste Projekt gestürzt und gemeinsam mit Kommilitonen einen Austausch mit Studenten aus Ägyptern organisiert. Die Beziehungen der EU zur Arabischen Welt und der interreligiöse Dialog interessieren mich nämlich besonders. Ich hoffe, durch meine journalistische Arbeit mitzuhelfen, in diesem Bereich Vorurteile auszuräumen und Interesse für »das Leben der Anderen« zu wecken. Bei Publik-Forum bin ich da gut aufgehoben.

KURZBIOGRAFIE: Elisa Rheinheimer-Chabbi, geboren am 17.09.1987 in München, aufgewachsen im Rhein-Main-Gebiet, ist Politik-Redakteurin bei Publik-Forum und langjährige Mitarbeiter der internationalen Monatszeitung Deutsche Rundschau. Studium der European Studies (Politikwissenschaft, Kulturwissenschaften) in Passau und Postgraduiertenstudium der Europawissenschaften (Politik, Wirtschaft und Recht) in Berlin. Freie Mitarbeit bei der Agentur JUGEND für Europa, Hospitationen bei HR 2 Kultur, im ZDF-Studio in Brüssel und in der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes. Ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Projektmanagement und bei der Europäischen Studentenorganisation AEGEE. Auslandsaufenthalte in Kanada, Griechenland, Belgien und Italien.

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