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Publik-Forum, Heft 2/2020
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Bilder zum Niederknien

von Andrea Teupke vom 24.02.2020
Was Menschen anbeten, zeigt die faszinierende Sonderausstellung »Ikonen« in der Kunsthalle Bremen. Zu entdecken sind Kunstwerke, die emotional und spirituell berühren: moderne Ikonen und Ikonen der Moderne
Fenster zu Welt: »Altar« nennt Kris Martin seine Skulptur. Sie hat dieselben Umrisse wie der berühmte Genter Altar (Foto: Benny Proot)
Fenster zu Welt: »Altar« nennt Kris Martin seine Skulptur. Sie hat dieselben Umrisse wie der berühmte Genter Altar (Foto: Benny Proot)

Ganz viel Gold: Das ist der erste Eindruck beim Gang durch die Kunsthalle in Bremen. Golden schimmern Reliquienschreine ebenso wie der Hintergrund mittelalterlicher Andachtsbilder. Geradezu verschwenderisch mit Blattgold sind aber auch moderne Künstler wie Yves Klein oder James Lee Byars umgegangen. Offensichtlich braucht es all das Leuchten und Gleißen, den Glanz und die Unvergänglichkeit dieses kostbaren Elementes, wenn es um die Vergegenwärtigung von etwas Heiligem geht. Wie man das Unsichtbare sichtbar macht, wie man etwas zeigt, das sich jeder Beschreibung entzieht, ist Thema dieser faszinierenden Ausstellung »Ikonen. Was wir Menschen anbeten«.

Sechzig Werke und Werkgruppen haben die Kuratoren Christoph Grunenberg und Eva Fischer-Hausdorf ausgewählt und ungewöhnlich großzügig präsentiert: von alten Ikonen bis hin zu Ikonen der modernen Kunst, Gemälde, Installationen, Videos und Darstellungen von Gegenwartsphänomenen wie Fankultur und Patchwork-Religiosität. Um jedes Stück in einem eigenen Raum zeigen zu können, haben sie fast die gesamte Ausstellungsfläche der Kunsthalle leergeräumt. Die Schau erlaubt einen Gang durch die Kunstgeschichte ebenso wie ein Nachdenken über die schillernde Unschärfe dieses mittlerweile inflationär gebrauchten Begriffs.

Von Mona Lisa bis Beyoncé

Was hat die »Mona Lisa« von Leonardo da Vinci gemein mit heutigen Stars wie Beyoncé? Wieso werden mittlerweile sogar Markenartikel oder Fußballmannschaften, aber auch Aktivistinnen wie Greta Thunberg »Ikonen« genannt? Und was verbindet eine mittelalterliche Madonna mit einem Triptychon von Yves Klein?

Wenn Ausstellungen klug kuratiert sind, beginnen die Werke miteinander zu s

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