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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Mit offenem Herzen für die Welt

von Norbert Copray vom 26.07.2020
Buch des Monats: Was macht eine gute Spiritualität aus? Der Pfarrer Uwe Habenicht benennt in seinem Buch »Freestyle Religion« drei Dimensionen geistigen Lebens. Und stellt Kriterien auf, damit es sinnerfüllend gestaltet werden kann.
Das Buch des Monats von Publik-Forum (Foto: photocase/Litho: Echter Verlag)
Das Buch des Monats von Publik-Forum (Foto: photocase/Litho: Echter Verlag)

Uwe Habenicht
Freestyle Religion
Echter. 152 Seiten. 14,90 €

Während die institutionalisierte Religion zerbröselt, entwickelt sich ein »breitgefächerter Boom des Spirituellen«. Darin erkennt der evangelische Pfarrer Uwe Habenicht aus Sankt Gallen in der Schweiz eine »Freestyle Religion«; so sein gleichnamiges Buch. Sie ist entweder schon »eigensinnig, kooperativ und weltzugewandt« oder sollte es zumindest werden, wenn sie tragfähig sein und bleiben soll.

Habenicht arbeitet »eine Spiritualität für das 21. Jahrhundert« heraus. Das sehr anregende, aktuelle Phänomene aufgreifende und durchdachte Buch leitet den Begriff »Freestyle Religion« aus Sport und Musik ab. Damit ist der eigensinnige, keinen Vorgaben unterworfene Freistil in Sport und Musik gemeint, den Habenicht nun in der Religion erkennt: »Menschen beginnen, ihre Religion zunehmend bewusster und in Anpassung an eigene Lebenslagen und Bedürfnisse als etwas Eigenes zu gestalten.«

Nach den Markern der derzeitigen kirchlichen und religiösen Krise akzentuiert Habenicht den religiösen, kirchlichen und kulturellen Suchprozess der Menschen in individuellen und gesellschaftlichen Mustern, um dann die »Versuchungen der Spiritualität« zu klären. Einer religionsfreien, gemeinschaftsfernen und egozentrierten Spiritualität erteilt er eine Absage. Was braucht eine gute Spiritualität? Bodenhaftung, Leibsensibilität, Sinnerfüllung, handwerkliches Können. Denn Freestyler sind durchaus Könner ihres Fachs: Sie verstehen sich darauf, sich methodisch und übend einer besten Gestaltung anzunähern. In horizontaler, vertikaler und diagonaler Hinsicht lässt das Raum für individuelle und autonome Selbstbe

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