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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 10.07.2020

Was Mission heute heißt

Zu: »Mission impossible« und »Gibt es eine postkoloniale Mission?« (11/20, Seite 28-31)

Bei der komplexen Thematik erweckt die Autorin den Eindruck, die koloniale Vergangenheit sei »in der deutschsprachigen Theologie ein blinder Fleck«. Da ist es wohltuend, dass Johann Hinrich Claussen in einer Art Gegenrede deutlich macht: Die Kirchen haben sich bereits am Ende der deutschen Kolonialzeit vom überkommenen Ziel der Mission, der »Bekehrung der Heiden«, distanziert. Nicht nur politische Unabhängigkeit der früheren Kolonialvölker wurde Wirklichkeit. Auch das Kirchenverständnis hat sich gewandelt. Aus Missionskirchen wurden Ortskirchen mit einer Förderung von »Theologie im Kontext«. Schade, dass der Beitrag nicht näher auf das Zweite Vatikanische Konzil eingeht: Mission wird seit damals primär verstanden als Zeugnis der religiösen Überzeugung, als dem ganzheitlichen Heil des Menschen verpflichtet und offen für die Gotteserfahrung anderer Religionen. Ernst Schmied, Meckenheim

Zu fragen ist nicht, ob Mission in der Gegenwart noch möglich sein sollte, sondern, ob sie erforderlich und im Sinne des jüdischen Wanderpredigers ist. Sollten wir Gott nicht zutrauen, auch durch Menschen anderer Weltsichten und durch deren religiöse Texte Heil zu vermitteln? Christine und Rudolf Grzegorek, Görlitz

Mich beschäftigt die Frage, warum Westeuropa, das 1500 Jahre lang christlich geprägt war, fremde Länder überfiel und so grausam mit anderen Völkern umging, als hätte es nie die Lehre Christi gekannt. Hans Th. Flory, Heidelberg

Vielen Dank für Ihren interessanten Artikel und das Interview mit Johann Hinrich Claussen. Was Sie im Editorial schreiben, gilt leider heute noch: Viele Weiße (auch weiße Christen) sind häufig blind. Seit das »Christentum« Staatsreligion des Römischen Reiches wurde, ist vieles schiefgelaufen. Das gilt auch für die Mission. Dabei ist der sogenannte Missionsauftrag klar: Jesus fordert seine Jünger auf, seine Nachfolger zu werden und all das zu halten, was er ihnen befohlen hat: Liebe Gott, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, lie

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