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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2024
Der Inhalt:

Liberales Christentum
Lebensdeutung statt Verkündigung

Ein zeitgemäßes Christsein – wie kann das aussehen? Zwei liberale Theologen streiten über den richtigen Weg zur Erneuerung der evangelischen Kirchen.
von Christoph Fleischmann, Judith Bauer vom 26.01.2024
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Was kann die Kirche tun, um wieder relevanter zu werden? (Foto: epd-bild/Tim Wegner)
Was kann die Kirche tun, um wieder relevanter zu werden? (Foto: epd-bild/Tim Wegner)
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Publik-Forum: Herr Kunstmann, Sie nennen das Vertrauen in den präsenten Gott als Kern des Christentums. Das klingt sehr allgemein: Würde das nicht jeder Christenmensch, gleich ob liberal oder konservativ, unterschreiben?

Joachim Kunstmann: Es kommt darauf an, wie man dieses Vertrauen begründet. Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob man es aus einer Glaubensdogmatik herleitet oder aus einer Erfahrung. Und die Glaubenslehre kann sich nach meiner Ansicht nicht auf Jesus von Nazareth berufen, sondern nur auf Paulus. Es ist der große Geburtsfehler des Christentums, dass man von der Botschaft Jesu vom Reich Gottes und der unendlichen Kostbarkeit des Lebens zu dem übergegangen ist, was Paulus vorgab: Sünde, Erlösung, Gericht, Gnade. Das ist eine Lehre z

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Bernhard Ferber 27.01.2024, 10:21 Uhr:
Dieses Interview ist für mich ein schönes Beispiel für die verschiedenen Weisen, mit denen Gott uns Menschen inspiriert. Eine geschlossene Dogmatik wird das christliche Leben künftig nicht inspirieren.
Aber die Liebe der Menschen zu Kunst und Philosophie und die zaghaften Versuche, gegen den Zeitgeist Kirche Gottes zu sein und das Evangelium zu verkünden, ohne genau zu wissen, wie das geht, finde ich sehr charmant. Nicht die Kirchen führen die Menschen. Das dürfen wir getrost Gott überlassen. Wir dürfen nach seinem Willen fragen und versuchen, das zu leben. Das wird dann wohl eher ein bunter, lebendiger Flickenteppich als eine akademisch einwandfrei formulierte Glaubenslitanei.

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