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Karneval in Köln
Memento mori auf Kölsch

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der Kölner Karneval hat auch eine pädagogisch-spirituelle Tiefendimension. Unsere Autorin nimmt Sie mit auf eine nüchtern-närrische Zeitreise.
von Kirsten Serup-Bilfeldt vom 12.02.2026
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Feierlicher Einzug: Karnevalisten zur Sessionseröffnung im Kölner Dom (Foto: KNA-Bild / Nicola Trenz)
Feierlicher Einzug: Karnevalisten zur Sessionseröffnung im Kölner Dom (Foto: KNA-Bild / Nicola Trenz)

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Ein glitzernder Ballsaal, von unzähligen Kerzen in silbernen Kandelabern erhellt. Livrierte Lakaien, die Schüsseln mit Braten und Pokale mit Wein hin- und hertragen. Tänzer, die sich im Takt der Musik wiegen. Domherren, Deutschordensritter, Stiftsdamen, elegante Kavaliere und schöne Frauen. Obwohl: Wer wie schön ist, darüber darf spekuliert werden, denn es herrscht Maskenzwang beim Gastgeber, dem Kurfürsten und Kölner Erzbischof Clemens August. Der elegante Wittelsbacher hat sich ganz unaristokratisch als Bauer verkleidet. Wer aber ist sein geheimnisvoller Gast hinter der venezianischen Maske? Irgendwann ist das Rätsel gelöst: er heißt Giacomo Casanova und verleiht dem Fest einen besonderen Glanz, kommt er doch aus Venedig, dem Zentrum der Liebe und des Lasters. Es ist Karneval im Jahr 1760. Auf Schloss Falkenlust von C

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