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Bibelauslegung
Nur durch Jesus?

»Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich«, heißt es im Johannesevangelium. Sind Ungläubige damit vom Heil ausgeschlossen? Was meint der Evangelist damit? Der Neutestamentler Christian Schramm über einen unbequemen Satz.
vom 27.01.2026
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Die Suche nach Wahrheit treibt Menschen seit jeher um. Zugleich löst sie oft Diskussionen aus, manchmal auch Gewalt. Besonders das Ringen um »religiöse Wahrheit« hat eine Blutspur hinterlassen, wenn gilt: »Es kann nur eine geben!«, oder: »Bist du nicht willig oder einsichtig, so brauch’ ich Gewalt!« Von daher ist die Beschäftigung mit dieser Stelle heikel. Sie bewegt mehrere Leserinnen und Leser: Sind damit »Ungläubige« vom Heil ausgeschlossen?

Die Selbstoffenbarung Jesu als »Weg, Wahrheit und Leben« zählt zu den theologischen Spitzenaussagen im Johannesevangelium und markiert in ihrer Dreigliedrigkeit einen Höhepunkt der insgesamt sieben »Ich-bin-Worte« – einer Besonderheit des Johannes. Schritt für Schritt stellt sich Jesus darin selbst vor: »Brot des Lebens« (6,35.41.48.51), »Licht de

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Claus Kloppenburg 27.02.2026:
Christian Schramm ignoriert hier eine wichtige Voraussetzung jeglichen Versuchs, biblische Texte auszulegen, nämlich erst einmal nach ihrem Kontext zu fragen, hier, wem diese Worte eigentlich gelten. Der Jude Jesus spricht hier als Angehöriger des Gottesvolks, das heißt, eines Volkes, das bereits »beim Vater« ist. Seine Angehörigen müssen also nicht erst zum Vater kommen. Nein, Jesu Worte gelten denen, die noch nicht beim Vater sind, also den Nichtjuden. Und das sagt er nun in der Tat »radikal und exklusiv« mit den Worten »außer durch mich«. Wenn man sich um das Verständnis der überlieferten Worte Jesu bemüht, sollte man sich schon, soweit uns das heute noch möglich ist, auf die zeitliche Ebene des Juden Jesus zurückbemühen.

Dieter Sauter 27.02.2026:
Mein Christsein definiere ich daraus, dass ich mich ähnlich wie Jesus zum Schöpfergott dieses Universums verhalte: vertrauensvoll und an das Gute glaubend wie ein Kind. Diese Gottesvorstellung Jesu war, so ist meine Annahme, in den damaligen religiösen Vorstellungen revolutionär und schlicht nicht vorhanden, daher exklusiv. Damals und – wie mir scheint, auch wieder zunehmend – heute sehe ich sich einengende Gottesvorstellungen, die Menschen ausgrenzen, verurteilen, abwerten, die Gräben zwischen Menschen ziehen. Da scheint mir der wie oben beschriebene Exklusivitätsanspruch Jesu, seine Friedens- und Vergebungsbereitschaft, seine umfassende Liebe, die bei den Schwächsten, den Ausgegrenzten, den Minderheiten beginnt, nahezu geboten.

Georg Lechner 02.02.2026, 17:36 Uhr:
Die Frage ist für mich, ob Jesus das wirklich so gesagt hat. Schließlich ist das Johannesevangelium das letzte schriftlich kodifizierte Evangelium, zwischen dem Leben Jesu und der Verschriftlichung liegen Jahrzehnte mündlicher Überlieferung. Nach früheren Aussagen in PuFo ist es von den ersten Christennverfolgungen beeinflusst und daher sehr auf Abgrenzung bedacht. Einer anderen Aussage in einer länger zurückliegenden Ausgabe von PuFo zufolge gab es einen Theologenkongresse zur Frage, was an Jesus- Worten in der Bibel als gesichert authentisch gelten kann. Ergebnis: gar nichts
Nicht einmal für Vaterunser und Bergpredigt (die als wahrscheinlich authentisch gelten) wollte jemand seine Hand ins Feuer legen.

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