Bibelauslegung
Nur durch Jesus?
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Die Suche nach Wahrheit treibt Menschen seit jeher um. Zugleich löst sie oft Diskussionen aus, manchmal auch Gewalt. Besonders das Ringen um »religiöse Wahrheit« hat eine Blutspur hinterlassen, wenn gilt: »Es kann nur eine geben!«, oder: »Bist du nicht willig oder einsichtig, so brauch’ ich Gewalt!« Von daher ist die Beschäftigung mit dieser Stelle heikel. Sie bewegt mehrere Leserinnen und Leser: Sind damit »Ungläubige« vom Heil ausgeschlossen?
Die Selbstoffenbarung Jesu als »Weg, Wahrheit und Leben« zählt zu den theologischen Spitzenaussagen im Johannesevangelium und markiert in ihrer Dreigliedrigkeit einen Höhepunkt der insgesamt sieben »Ich-bin-Worte« – einer Besonderheit des Johannes. Schritt für Schritt stellt sich Jesus darin selbst vor: »Brot des Lebens« (6,35.41.48.51), »Licht de
Christian Schramm,geboren 1977, ist Privatdozent an der Uni Bonn und lehrt Neues Testament in Hildesheim und Hannover. Wenn Sie eine Bibelstelle ausgelegt haben wollen, schreiben Sie an: [email protected], Stichwort Bibelstelle.




Georg Lechner 02.02.2026, 17:36 Uhr:
Die Frage ist für mich, ob Jesus das wirklich so gesagt hat. Schließlich ist das Johannesevangelium das letzte schriftlich kodifizierte Evangelium, zwischen dem Leben Jesu und der Verschriftlichung liegen Jahrzehnte mündlicher Überlieferung. Nach früheren Aussagen in PuFo ist es von den ersten Christennverfolgungen beeinflusst und daher sehr auf Abgrenzung bedacht. Einer anderen Aussage in einer länger zurückliegenden Ausgabe von PuFo zufolge gab es einen Theologenkongresse zur Frage, was an Jesus- Worten in der Bibel als gesichert authentisch gelten kann. Ergebnis: gar nichts
Nicht einmal für Vaterunser und Bergpredigt (die als wahrscheinlich authentisch gelten) wollte jemand seine Hand ins Feuer legen.