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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2023
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Neue Ost-West-Debatte
Jetzt reden wir

Westdeutschland hat die ehemalige DDR kolonisiert, behauptet der Leipziger Literaturwissenschaftler Dirk Oschmann. Und viele Ostdeutsche stimmen ihm begeistert zu. Dabei geht es ihnen eigentlich gut. Was läuft da schief?
von Detlef Pollack vom 15.06.2023
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War doch nicht alles schlecht: Sonnentag auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz in den 70er Jahren (Foto: PA/DPA)
War doch nicht alles schlecht: Sonnentag auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz in den 70er Jahren (Foto: PA/DPA)
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Seit seinem Erscheinen wird das Buch von Dirk Oschmann »Der Osten – eine westdeutsche Erfindung« (Ullstein) lebhaft diskutiert. Die großen Medien besprechen es, auf Podien in Ost und West wird es diskutiert; seit Wochen ist das Buch des in Gotha geborenen Leipziger Literaturprofessors in der Spiegel-Bestsellerliste ganz vorne. Ähnlich erfolgreich ist Katja Hoyers »Diesseits der Mauer« (Hoffmann und Campe), in dem die in London forschende Historikerin die Geschichte der DDR aus der Perspektive jener Menschen erzählt, die sich im SED-Staat einrichteten, sich arrangierten, ihr Leben lebten – ein Leben, das aus ihrer Sicht im Westen oft verzerrt dargestellt wird.

Die Ost-West-Debatte jedenfalls ist wieder da, 34 Jahre nach der Friedlichen Revolution in der DDR. Stefan Wolle, wissenschaftlicher Leite

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Manfred Bauer 07.07.2023:
Ich bin ein Ostdeutscher, ein Sachse. Ich bin Pfarrer geworden, weil ich als Wehrdienstverweigerer nichts anderes studieren sollte. Ich bin gerne Pfarrer gewesen, auch in der DDR. Die Kirche wurde zum Übungsfeld der Demokratie. Dann kamen die großen Möglichkeiten, die später »Wende« genannt wurden. Die Mehrzahl der Menschen versprach sich allerdings nicht größere Freiheit, sondern größeren Wohlstand, nicht Demokratie, sondern D-Mark. Das Wohlstandsversprechen erfüllte sich. Allerdings nicht schnell genug und nicht für alle gleichermaßen. Die Schuldigen? Na, die da oben! Erst hießen sie Ulbricht und Honecker, später trugen sie andere Namen. So erkläre ich mir den Hang zur »Alternative«. Allerdings: Welche »Alternative« erhoffen sich AfD-Wähler in NRW oder Bayern? Gibt es überall in Deutschland und Europa viele Menschen, die nach größerem Wohlstand streben und sich gar nicht so sehr vernünftige politische Entscheidungen wünschen?

Hans Th. Flory 07.07.2023:
Ostdeutschland, wie ganz Osteuropa, hat längst noch nicht die autoritären Strukturen der Sowjetzeit überwunden. Es bevorzugt die westliche Wirtschaftspolitik, weil diese ähnlich autoritäre Strukturen aufweist. Es kommt nicht zurecht mit der empfindsamen westlichen Menschenrechtspolitik. Daher der Erfolg der AfD, der PIS, Orbans, Putins und Konsorten.

Jogijo 30.06.2023, 07:33 Uhr:
Ich frage mich, wieviel Minderwertigkeitskomplexe da durchschauen? Sicher, es gibt ungerechte Entscheidungen manchmal, aber warum etabliert sich der Osten nicht selbstsicherer- denn er hat ja auch was zu bieten in der gesamtdeutschen Debatte. Dieses Gejammer und die einseitige Zuschiebung von möglichen Ungleichheiten werden Gott Lob, nur von 30% der Ostdeutschen wahrgenommen. Was müssen Renterinnen im Westen alles hinnehmen an Ungerechtigkeiten, wenn sie angeblich nie gearbeitet haben, weil sie sich um die Kinder gekümmert haben? Danach fragt keiner und die bekommen lächerlich wenig Punkte und dadurch auch Geld bei der Rente angerechnet, auch wenn ihre Kinder alle Stützen der gesamtdeutschen Gesellschaft sind.

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