Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2024
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Ich war schockiert von der Unterwanderung«

von Anke Lübbert vom 11.03.2024
Magnus Hansen (33), Landwirt aus Vorpommern, war bei den Bauernprotesten dabei – und auf Demos gegen Rechtsextremismus.
»Viele Landwirte sind unzufrieden«, sagt Magnus Hansen, der einen Hof in Mecklenburg-Vorpommern betreibt. (Foto: Anke Lübbert)
»Viele Landwirte sind unzufrieden«, sagt Magnus Hansen, der einen Hof in Mecklenburg-Vorpommern betreibt. (Foto: Anke Lübbert)
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen
PFplus

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:

Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
PFplus

Jetzt direkt weiterlesen:

Digital-Zugang
  • diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
  • 4 Wochen für nur 1,00 €
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper ergänzend zu Ihrem Print-Abo

Als ich um 5 Uhr früh, umringt von Treckern aller Größen, vor dem Brandenburg Tor stand, war das ein cooles Gefühl. Ich hatte die Nacht nicht geschlafen, um mich herum hupte es, und wir Landwirte verschafften uns endlich einmal Gehör. Nicht so cool fand ich, dass die einzige Partei vor Ort die AfD war. Wo waren die anderen Parteien? Als dann endlich Christian Lindner sprechen wollte, wurde er niedergebrüllt. Das gefiel mir nicht. Wenn man Respekt will, muss man auch selbst Respekt zeigen.

Als ich am nächsten Tag nach Hause kam, war ich schockiert vom Umfang der Unterwanderung durch rechtsextremistische Kräfte. Vor allem Mitläufer, die gar nicht unbedingt aus dem landwirtschaftlichen Bereich kamen, schrien »Hau ab!« oder »Wir sind das Volk!« und hatten keine Berührungsängste mit rechten Parolen.

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.

Christel Heil 25.03.2024, 05:10 Uhr:
"Dass man die, die anderer Meinung sind, nicht mehr ausreden lässt, ihnen mit dem Galgen droht, finde ich beängstigend. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, nicht alle als Nazis zu bezeichnen, die mal die AfD gewählt haben. Geben wir ihnen die Chance, zurückzukommen."

Vielen Dank, Magnus Hanssen! Diese Worte müsste man öfter hören

Georg Lechner 15.03.2024, 20:00 Uhr:
Die Mitgliedsparteien der Europäischen Volkspartei konnten früher mit den (meisten) Bauern als Stammwähler_innen rechnen. Mit der zunehmenden Orientierung dieser Parteien an den Geldgebern ihrer Wahlkämpfe und ihrer medialen Helfershelfer hat sich das geändert. Darum fehlt nicht nur Magnus Hansen das Gefühl: Wir hören euch, verstehen euch und kümmern uns auch um euch.
Wie er richtig bemerkt hat, haben gerade viele Kleinbauern (in Ö. ist die Landwirtschaft aus historischen und geografischen Gründen viel kleinräumiger strukturiert als in Norddeutschland mit seinen ausgedehnten Ebenen) aufgeben müssen.