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Die dunkle Seite der Schokolade

»Ritter Sport« will mehr Kakao unter gerechteren Bedingungen einkaufen. Kritiker halten das für reine Imagepflege. Der Streit zeigt: Wunsch und Wirklichkeit liegen im fairen Handel noch immer weit auseinander
von Volker Rekittke vom 06.12.2013
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Heute ist Nikolaustag: Ein Grund zur Freude, auch wenn die Schoko-Männer, die in Erinnerung an einen mildtätigen Bischof der Antike verschenkt werden, nicht immer unter den besten Bedingungen entstehen. (Foto: pa/Kneffel)
Heute ist Nikolaustag: Ein Grund zur Freude, auch wenn die Schoko-Männer, die in Erinnerung an einen mildtätigen Bischof der Antike verschenkt werden, nicht immer unter den besten Bedingungen entstehen. (Foto: pa/Kneffel)

Mit der Machete teilt der Campesino eine reife, orangefarbene Kakaofrucht. Die weiß-gelben Bohnen sind von einem süßlich schmeckenden Fruchtfleisch umgeben. Reynaldo Morales Ordoñes bewirtschaftet seit zehn Jahren mehr als 1800 Kakaobäume im nicaraguanischen Rancho Grande. Den Kakao verkauft er über seine Kooperative an die Schokoladenfirma Ritter Sport. Die zahlt gut: Bei 2600 bis 2800 Dollar liegt der Weltmarktpreis für eine Tonne Kakaobohnen. Ritter Sport zahlt Ordoñes 700 Dollar obendrauf. Weitere 200 Dollar gibt’s für Kakao, der biologisch angebaut wird – wie auch für solchen, der auf das UTZ-Siegel umgestellt wird. UTZ schreibt Mindestlöhne fest, verbietet Kinderarbeit und sichert Gewerkschaftsfreiheit. Für Bio oder für fairen Handel steht es allerdings nicht.

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